Gazprom ist der größte Erdgasproduzent der Welt - und Deutschland der wichtigste Abnehmer für Gas aus Russland. Das schafft Abhängigkeiten, zumal Putin den Konzern als Waffe benutzt, um russische Machtansprüche durchzusetzen. Ein brisanter Report über die Gefahren, die aus der engen Anbindung an Gazprom für unsere Sicherheit entstehen. Deutschland ist zu 45 Prozent vom Import russischen Gases abhängig. Österreich zu 75 Prozent, Finnland zu 100 Prozent. Je weiter sich der Einflussbereich des russischen Monopolkonzerns Gazprom ausdehnt, umso leichter fällt es Moskau, alte Weltmachtansprüche durchzusetzen. Von Chruschtschow über Breschnew bis Putin - alle Präsidenten haben es verstanden, Gazprom als Element der Machtpolitik einzusetzen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.01.2008
Aufschlussreich findet Rezensent Sonja Zekri diese Studie über Gazprom, den größten Erdgasproduzenten der Welt. Die Autoren Waleri Panjuschkin und Michail Sygar führen für sie vor Augen, dass der gigantische Konzern nicht nur Gas verkaufen, sondern vor allem eine Ideologie verkaufen will, die Ideologie des neuen, starken, weltpolitisch wieder dominierenden Russlands. Sie bescheinigt ihnen zudem, die engen Verflechtungen von Politik und Ökonomie, die bei Gazprom herrschen, zu enthüllen, und zu zeigen, wie Putin den Konzern zu einer effektiven Waffe seiner Politik gemacht hat. Besonders erhellend erscheint ihr das Kapitel über Gazproms dubiose Mittlerfirmen. Zekri unterstreicht, dass es den Autoren weniger darum geht, letzte Urteile zu fällen als "kluge Fragen" zu stellen.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in…