Das Zusammenleben in der multikulturellen Gesellschaft bringt Probleme mit sich. Die beiden Grundsätze, dass im Rechtsstaat alle frei und dass vor dem Gesetz alle gleich sind, geraten in Konflikt miteinander. Wie können Mehrheiten und Minderheiten sinnvoll zusammenleben, wo liegen die Möglichkeiten und Grenzen der Toleranz? Walter Kälin, der international anerkannte Staats- und Völkerrechtler, formuliert Prinzipien für das Zusammenleben im Kulturkonflikt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 15.06.2000
Die Rechtsprechung läuft der Wirklichkeit in vielen Fällen hinterher, stellt der Rezensent mit dem Kürzel "hof" fest: sei es in der Gentechnologie, bei der Homosexuellen-Ehe oder auch beim Ausländerrecht, da die Schweiz de facto längst ein Einwanderungsland geworden sei. Als wesentlichen Beitrag zu diesem Thema betrachtet "hof" daher die jüngste Veröffentlichung des Schweizer Juristen Walter Kälin im hauseigenen NZZ-Verlag, der sich der Bedeutung der Grundrechte zuwendet und dabei ihre integrative Kraft herausarbeitet. "hof" lobt die länderübergreifende Herangehensweise des Juristen, der die Grundrechtspraxis und - tradition der europäischen Nachbarländer zum Vergleich heranzieht. Kälin plädiere für ein neutrales Verhalten des Staates in Kulturkonflikten, fordere aber zugleich, dass sich der Staat schützend wie fördernd vor die Minderheiten - wie z.B. die islamischen Gruppierungen - stellen sollte. Eine Balanceakt für die pluralistische Demokratie, findet "hof", den Kälin mit allen Schwierigkeiten einfordere und verteidige.
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