Deutschland sucht die Superphrase: Und Wiglaf Droste hat sie gefunden. Auf Steakhouse-Servietten prangen lauwarme Limericks, in halbprivaten Kleinanzeigen (ka)lauern artige Aphorismen, die Zigarettenwerber kommen uns mit halben Haikus - im Unterholz der literarischen Gattungen ist der Wurm drin. Da hilft nur noch eins: Neue Phrasen braucht das Land!
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.01.2004
Ganz nett, diese Sammlung sprachlicher Dummheiten, scheint Joachim Kalka zu denken. Viel mehr kann er dieser 1992 erstmals erschienenen und jetzt erweiterten Kollektion von "Wendungen der Bewusstlosigkeit" nicht abgewinnen. Immerhin hat Wiglaf Droste auf jeden Kommentar verzichtet und führt "stumm grinsend die Delinquenten vor - fast liebevoll". Manche Sprüche, illustriert mit den "souverän-schlampigen Zeichnungen" von Rattelschneck, haben gar einen gewissen "Zombie-Charme", dem sich Kalka nicht entziehen kann. Was ihm jedoch missfällt, ist das Behagen, die Selbstgefälligkeit, die sie beim amüsierten Publikum auslösen. Eine wohl unvermeidbare Reaktion, wie schon Karl Kraus feststellen musste, erzählt Kalka.
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