Das enfant terrible der deutschen Industrie blickt auf sein Leben zurück: Eloquent, klar und schnörkellos erzählt Hans-Olaf Henkel, wie er seine beispielhafte nationale und internationale Karriere als Topmanager bei IBM meisterte, warum er es seit Jugendtagen gewohnt ist, gegen den Wind zu segeln, und was ihn veranlasst, sich immer wieder deutlich in die wirtschafts- und gesellschaftspolitische Diskussion einzumischen. Von vielen hoch geschätzt, von vielen gefürchtet ? ein Mann, der polarisiert, ein Unternehmer und Topmanager, der, auch wenn es um ihn selbst geht, kein Blatt vor den Mund nimmt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.02.2001
In Heribert Kleins Rezension überwiegt die Kritik. Zwar bescheinigt er dem früheren BDI-Präsidenten durchaus Aufrichtigkeit, die Fähigkeit zu klaren Worten und einen "kurzweiligen, pointierten Stil". Doch Klein vermisst beispielsweise eine kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Zunft, etwa dort, wo Henkel Parteien und Politiker angreift, das Verhalten von Industrieverbänden und Lobbyisten dagegen nicht hinterfragt. Auch die Anmerkungen Henkels über seine familiäre Herkunft und seine "exzentrische Mutter" hätten für den Geschmack des Rezensenten durchaus ein wenig diskreter ausfallen können, allerdings räumt er ein, dass durch diese Schilderungen sehr wohl deutlich wird, wieso Henkel so wurde wie er ist bzw. wie er sich selbst sieht: als einen Einzelgänger. Insgesamt bescheinigt Klein dem Autor eine klare und "übersichtliche" Weltsicht, mit langem Abwägen von Theorien und Anschauungen halte sich Henkel nicht übermäßig auf. Gerade dadurch jedoch zeige das Buch bisweilen eine Tendenz zum "Populistischen".
Rezensionsnotiz zu
Die Tageszeitung, 18.10.2000
Ganz im Stil eines fröhlichen Linken, der stolz ist, dass sich bei ihm bis heute keine Selbstzweifel oder andere Symptome von Intelligenz manifestierten, bespricht Wiglaf Droste die Memoiren des Unternehmerfunktionärs. Für ihn ist klar, dass Henkel mit diesem Buch nur ein Ziel verfolgen kann: sich als Politiker zu empfehlen, wo er doch als BDI-Präsident abdanken musste. Seine kulturellen Interessen mag Droste Henkel nicht abnehmen und nennt ihn einen `Querdenkerposeur` und `unüberbietbar selbstgefällig`. Oder spricht er da über sich selbst?
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