Wie gut eine Demokratie funktioniert, hängt maßgeblich vom Verhalten und den Fähigkeiten der jeweiligen Parteien ab, gesellschaftliche Interessen zu repräsentieren und politische Alternativen zu erarbeiten. Dafür müssen Parteien sich programmatisch weiterentwickeln, effiziente Organisationsstrukturen aufbauen, ihre Mitglieder an innerparteilichen Entscheidungen beteiligen, ihre Finanzierung auf eine solide und transparente Grundlage stellen, engen Kontakt zu gesellschaftlichen Gruppen pflegen, offen über ihre Ziele und Absichten informieren, Wahlkämpfe effektiv planen usw.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.11.2021
Rezensent Frank Decker empfiehlt das Buch über Parteiendemokratien von Wilhelm Hofmeister als Einstieg für ein breites Publikum. Gleichwohl übt er Kritik an der Anlage des Bandes. Indem der Autor auch Demokratien in Afrika, Asien und Lateinamerika wenn auch nur kursorisch miteinbezieht, übernimmt er sich etwas, findet Decker, weil die nötige Raffung zulasten wichtiger wissenschaftlicher Fragestellungen geht. Eine topografische Beschränkung und eine breitere Diskussion der Forschung hätte dem Rezensenten offenbar mehr zugesagt. Wenn der Autor aus praktischer Perspektive bundesdeutsche Parteiprogramme analysiert, liest Decker das allerdings weitgehend mit Gewinn.
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