Wilhelm Raabe zählt bis heute zu den bekanntesten Autoren der deutschen Literatur des 19. Jahrhunderts. Dass er sein Leben lang auch gezeichnet hat, weiß dagegen nur die Fachwelt. Sein letztes Werk - kurz vor seinem Tod entstanden - war kein Roman und keine Erzählung, sondern eine Zeichnung. Anlässlich von Raabes 100. Todestag am 15. 11. 2010 präsentiert der vorliegende Text- und Bildband zum ersten Mal umfassend sein zeichnerisches Werk. Über 700 Zeichnungen und Aquarelle sowie sechs Ölgemälde, die in thematischer und chronologischer Ordnung jeweils mit einem Bildkommentar versehen sind.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.11.2010
Rezensent Thomas Meissner begrüßt diesen zum des hundertsten Todestag von Wilhelm Raabe erschienenen Band, der dessen vollständiges zeichnerisches Werk versammelt. In Verbindung zu seinem schriftstellerische Werk stehen die Zeichnungen Raabes nicht, was auch damit zu tun hat, dass Raabe sein Zeichnen lediglich als Zeitvertreib eines Dilettanten verstanden hat. So findet Meissner darin kaum Illustrationen zum Werk, Figurenstudien oder skizzenhafte Einfälle, dafür aber viele Landschaftsaufnahmen, die mit einem "eigenen Charme" durchaus überzeugen.
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