Anlässlich des 200. Todestages von Immanuel Kant liegt nun eine Neuausgabe des philosophischen Lesebuchs von Wilhelm Weischedel vor, die sich die Vermittlung von Philosophie und aktuellen Fragen des Lebens zum Vorbild nimmt. Der Denker und Diskutant Kant wird interessierten Lesern - über den Kreis der Fachgelehrten hinaus - in fasslicher Form vorgestellt. Wilhelm Weischedel hat eine Auswahl getroffen, die Themengebiete von "Metaphysik" bis "Frauenzimmer", von "Sittengesetz" bis "Lachen und Weinen" umfasst. Im Mittelpunkt der Sammlung steht der Mensch als erkennendes, sittliches, ästhetisches, politisches, transzendierendes, geschichtliches und physisches Wesen.
Mit "großem Vergnügen und mit schlechtem Gewissen" hat Franz Schuh die von Wilhelm Weischedel zusammengestellte Zitatensammlung aus Kants Werk gelesen. Er erklärt diese Gespaltenheit mit dem Bild vom Kellner, der durch das Filetieren dem Gast zwar die besten Stücke präsentiere, der Fisch in der "Pracht seiner Ganzheit" aber sei verloren. Die Verarbeitung des Kantschen Werks zu "Zitatenschnipseln" aber hat den Rezensenten in diesem Fall nicht gestört, ganz im Gegenteil. Manche der heraus getrennten Textteile seien einfach "komisch", alle zusammen aber animierten zum "Vernünfteln", zu einer "richtungslosen Umherdenkerei", was Schuh offensichtlich sehr behagt hat. Und so konstatiert er schließlich zufrieden, "aus der Lektüre etwas gelernt" zu haben.
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