Willibald Sauerländer zählt zu den namhaftesten Protagonisten der Kunstgeschichte der Nachkriegszeit. Erstmals ist hier eine Auswahl von Schriften zur Geschichte und Kritik der Kunstgeschichte zustandegekommen, die den Zeit- und Wissenschaftskritiker, den Kunstfreund und den Kunsttheoretiker in seinen wichtigsten Texten präsentiert. Aber auch der Kunstwissenschaftler Sauerländer kommt in einer Reihe von innovativen Beiträgen zu Wort.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.1999
Werner Hofmann, selbst berühmter Kunsthistoriker, bespricht diesen Aufsatzband von Kollege zu Kollege. Er lobt Sauerländers Methodenreichtum, der der Sache immer angemessen sei, und faltet seinen Themenreichtum auf: vom Mittelalter bis zu Marcel Proust. Mit Bedauern vermerkt er das Fehlen von Sauerländers Fragonard-Aufsatz, der eine Brücke von früheren Jahrhunderten zum 19. Jahrhundert geschlagen hätte. Hofmann spricht über Sauerländers Frankophilie, der nichts Schwärmerisches anhafte und geht besonders auch auf die Studien Sauerländers zu anderen Kunsthistorikern ein. Als wohltuend empfindet Hofmann, dass Sauerländer die "sorgenvollen Debatten über eine Krisis der Kunstwissenschaft" als Gerede abtue - und dies, obwohl auch er den Kunstbegriff als endgültig zerbrochen empfinde.
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