Von Henry Kissinger, Fareed Zakaria, Niall Ferguson und David Daokui Li. Aus dem Englischen von Jürgen Neubauer. Ist Chinas Aufstieg unaufhaltsam? Angetrieben von einem Humankapital von 1,3 Milliarden Menschen, technologischem Fortschritt und einem vergleichsweise effizienten System von staatlich kontrolliertem Kapitalismus scheinen alle Weichen gestellt, um das Land im 21. Jahrhundert zu der Supermacht schlechthin zu machen. Aber China steht auch vor großen Herausforderungen: Seine Energieressourcen sind spärlich, es hat keinerlei Umweltbewusstsein und politische Unruhen schwelen und können jederzeit aufbrechen. Viele unterschiedliche Gründe könnten dazu führen, dass der Aufstieg Chinas jäh gebremst wird.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.09.2012
Was entnimmt der Rezensent einer Debatte, die vor einem Jahr in Toronto geführt wurde um die Frage, wer das 21. Jahrhundert beherrschen wird, die USA oder China? Ganz einfach: dass Europa draußen ist. In den in diesem Band dokumentierten Beiträgen von Henry Kissinger (contra Chinas Chance auf eine Weltmachtübernahme), Fareed Zakaria (pro melting pot USA) und Niall Ferguson (Angleich von Asien und dem Westen) jedenfalls kommt Europa nicht vor, wie Helwig Schmidt-Glintzer feststellt. Eine Rolle Europas, etwa als Moderator zwischen den Großmächten, kann er sich durchaus vorstellen.
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