Herausgegeben von Friedrich-Martin Balzer, Hans M. Bock u. Uli Schöler. Der Politikwissenschaftler Wolfgang Abendroth (1906-1985) wird aus unterschiedlichen Perspektiven in rund 20 biografischen Versuchen dargestellt. Sein wissenschaftliches und politisches Wirken in der Bundesrepublik wird erstmals bibliografisch erschlossen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.10.2001
Wolfgang Abendroth, der 1985 verstorbene linke Politikwissenschaftler, gilt gelinde gesagt als unzeitgemäß, meint Cathrin Kahlweit und spinnt den Faden weiter: Heute wäre der bekennende Marxist wohl unter den Globalisierungsgegnern zu finden. Aus Anlass des 50. Jahrestags der Gründung des Politikwissenschaftlichen Instituts in Marburg haben ehemalige Abendroth-Schüler ein Buch über ihn herausgegeben, das doch immerhin Belege dafür bietet, so Kahlweit, dass der Politikwissenschaftler zu den aktuellen Debatten etwas zu sagen hat. Zu dem Band haben verschiedene Autoren beigetragen, darunter auch Jürgen Habermas, der über Abendroth geschrieben haben soll, er habe zwar nicht die Geschichte der BRD geformt, sei aber in sie eingegangen wie "Ferment", d.h. ohne ihn wären bestimmte "Verzweigungen, Beschleunigungen und Verwerfungen" nicht zustande gekommen. Eine davon war die Gründung des SDS, den Abendroth durch einen Förderverein unterstützt hat. Ein moralisches Vorbild, so schließt Kahlweit, auch für seine Gegner.
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