Der Missbrauch der deutschen Visa-Vergabe ist zur Staatsaffäre geworden und ein aktuelles Beispiel dafür, wie schwierig es ist, zwischen humanitären Anliegen und einer grundsätzlichen Öffnung auf der einen und der Absicherung und Verhinderung bzw. Unterbindung von kriminellen Aktivitäten auf der anderen Seite den richtigen Weg zu finden. Vom Flüchtlingslager bis zum Asylrecht der Bundesrepublik: Es ist ein brisantes Thema, das hier unter internationalen Gesichtspunkten diskutiert wird. Mit Beiträgen unter anderem von Edzard Reuter, Rupert Neudeck und Rita Süßmuth.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.11.2006
Wolfgang Benz, Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung in Berlin, verfolgt mit seinem Sammelband zu einer Tagung von 2005 den Ansatz, die Trennung zwischen Exil- und Flüchtlings- und Migrantenforschung aufzuheben, informiert Elisabeth Höfl-Hielscher. So versammelt der von ihm herausgegebene Band z. B. gleichermaßen Aufsätze zur amerikanischen Flüchtlingspolitik bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs wie Untersuchungen des aktuellen Vorgehens der italienischen Regierung gegenüber illegalen Flüchtlingen aus Afrika, erklärt die Rezensentin. Trotz des akademischen Anspruchs des Buches enthalte es auch "allgemein Interessantes", versichert die Rezensentin, die dafür den Beitrag von Edzard Reuter über das türkische Asyl seines Vaters hervorhebt.
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