Wolfgang Habermann

Zur Wasserversorgung einer Metropole im kaiserzeitlichen Ägypten

Cover: Zur Wasserversorgung einer Metropole im kaiserzeitlichen Ägypten
C.H. Beck Verlag, München 2000
ISBN 9783406445576
Gebunden, 349 Seiten, 49,90 EUR

Klappentext

Neuedition von P. Lond. III 1177. Text, Übersetzung, Kommentar. Der hier erstmals vollständig und mit eingehendem Kommentar vorgelegte Papyrus einer offiziellen Rechnungsprüfung gewährt einen einzigartig detaillierten Einblick in Organisation und Finanzierung der Wasserversorgung einer mittelägyptischen Metropole im frühen 2. Jh. n. Chr. Die minutiöse Dokumentation sowohl der Einnahmen aus den Zuwendungen der städtischen Honoratioren wie aus den Zahlungen der wasserbeziehenden Einrichtungen, als auch der erheblichen Ausgaben für Schöpfpersonal, Wartung und Reparatur der wassertechnischen Installationen ebenso wie für Miete und Versorgung der für den Schöpfprozess benötigten Tiere macht die Urkunde nicht nur durch ihr außergewöhnliches Vokabular für die Kenntnis antiker Technik, sondern insbesondere auch in wirtschaftsgeschichtlicher Hinsicht für Löhne, Preise und Mieten sowie das Rechnungssystem und nicht zuletzt für verwaltungsspezifische Phänomene der Munizipalisierung der römischen Provinz Ägypten zu einem historischen Zeugnis von besonderem Rang.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.03.2001

Karl Christ berichtet vom Schicksal eines Papyrusdokuments aus dem Jahr 113 nach Christus, dass 1907 wiederentdeckt wurde und nun mit einer Publikation bedacht wurde. Es geht um eine "Wasserabrechnung einer ägyptischen Gauhauptstadt". Zu einer vollständigen Wahrnehmung und Übersetzung kommt das Papyrus erst jetzt mit der Revision der Dissertation von Wolfgang Habermann. Sie zeigt die "Vielfalt der Organisation und der Finanzierung der städtischen Wasserversorgung" auf, erläutert Christ, gibt durch die namentliche Erwähnung der `Hauptabnehmer` Aufschluss über die "griechisch-ägyptische Namenkunde" und auch der technische Aspekt des Wasserversorgungssystems sind nicht unwesentlich. Dem Autor bescheinigt er uneingeschränkt "Akribie und Intensität" im Vorgehen. Zuvorderst zeichne dieses "Prachtstück" einer Studie aber ihre breite Vergleichsbasis aus.
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