Wolfgang Helbich (Hg.), Walter Kamphoefner (Hg.)

Deutsche im Amerikanischen Bürgerkrieg

Briefe von Front und Farm 1861-1865
Cover: Deutsche im Amerikanischen Bürgerkrieg
Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 2002
ISBN 9783506739162
Gebunden, 584 Seiten, 39,90 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Wolfgang Helbich und Walter D. Kamphoefner. Der Amerikanische Bürgerkrieg ist der erste "moderne" Krieg und der verlustreichste, den Amerika je geführt hat. 1,4 Millionen deutsche Einwanderer lebten 1861 in den USA, über 220.000 nahmen am Bürgerkrieg teil. Ihre Erlebnisse und ihre Erfahrungen werden in diesem Band dokumentiert. Mehr als 300 exemplarisch ausgewählte Briefe von Soldaten und Zivilisten vermitteln ein authentisches, plastisches Bild vom Geschehen an den verschiedenen Fronten des Krieges, vom Alltag der Soldaten und vom Leben ihrer Angehörigen zu Hause. Die im Originalwortlaut wiedergegebenen Briefe werden sorgfältig kommentiert. Ihnen vorangestellt ist ein ausführlicher Überblick über Vorgeschichte und Geschichte des Krieges und über die Rolle der deutschen Einwanderer darin.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 01.10.2002

Als "wichtige und interessante Dokumentation" vieler Facetten des Amerikanischen Bürgerkrieges und insbesondere der Probleme der deutschen Minderheit, die sich in Kriegszeiten in die amerikanische Gesellschaft integrieren mussten, würdigt Gerd Krumeich den vorliegenden Band, der insgesamt 343 Briefe von 78 Schreibern versammelt. Ob diese Auswahl, wie die Herausgeber meinen, allerdings tatsächlich repräsentativ ist, wagt Krumreich zu bezweifeln. Überhaupt fällt nach seiner Ansicht ein "editorischer Schatten" über das Buch, der die Lektüre oftmals erschwere. So kritisiert Krumreich die "ellenlangen Einführungen" zur Vorgeschichte, Geschichte und Nachgeschichte des Amerikanischen Bürgerkriegs, die ob ihrer Komplexität nur dem bereits Eingeweihten verständlich und zum Teil auch "auf merkwürdige Weise hyperkritisch" seien. Trotz dieser Kritik gebühre den Herausgebern große Anerkennung für die enorm akribische und quellenkritische Arbeit, die beim Aufspüren von Informationen über die Briefschreiber und über die von diesen berichteten Tatsachen geleistet wurde. "Aber einer wirklich spannenden und kritischen Lektüre", so der Kritiker abschließend, "stehen sie selber doch immer wieder im Wege."

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