Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.11.1999
Viel Spott hält Thomas Sören Hoffmann für Wolfgang Lenzens Ethik parat, die vor allem ermessen zu wollen scheint, „was 'moralisch o.k.' ist und was nicht“. Platon und Kant hätten Lenzens Devise „niemandem schaden“ als allzu aussageschwach zurückgewiesen, meint Hoffmann. Lenzen predige einfach die Suche nach dem Glück, dem Rezensenten fehlen jedoch die Grundsätze. Homosexualität, Euthanasie, Selbstmord und abseitige Formen sexueller Betätigung wolle Lenzen einfach zulassen, während man anerkennen müsse, dass er bei der Abtreibung die Schwelle sehr hoch ansetze. Nein, eine Ethik sei das alles nicht.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…