The kunst of knutschfleck, mariposas und die arabische Revolution findet man in den Gedichten von Xoşewîst. Aus deutschen, englischen, hocharabischen, kurdischen und spanischen Wörtern setzen sich die Texte des Dichters und politischen Aktivisten zusammen. Es sind Worte und Erfahrungen der Unterdrückung, der Flucht und des Ankommens. Diese Gedichte sind nicht einfach zu übersetzen - schon gar nicht in nur eine Sprache. Neben jedem Gedicht steht deshalb ein Glossar mit Schlüsselwörtern. Die Lesenden sind eingeladen sich aktiv mit dem Vokabular auseinanderzusetzen. Gleichzeitig sind alle Texte via QR-Code hörbar.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.08.2020
Begeistert redet Lea Schneider hier der Mehrsprachigkeit das Wort, die sie als Trend der Gegenwartslyrik ausmacht. Das Prinzip der Einsprachigkeit schlägt sie historisch dem Nationalismus zu und preist nicht nur die englisch-deutsche "Re-Pidginisierung" des Deutschen, sondern erwähnt viele Dichter und Dichterinnen dieses Sprachraums, die in ihren Gedichten die neue mit den eingewanderten Sprachen mischen - kroatisch, polnisch, serbisch und so weiter. Eigentlich erfahren wir nicht wirklich etwas über die vorliegenden Gedichte - nur die Ausstattung mit QR-Codes zum Herunterladen von Lautbeispielen und das fünfsprachige Glossar von Schlüsselwörtern wird als einmalig überschwänglich gelobt.
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