Die Begegnung Stefan Georges mit Stéphane Mallarmé stellte für ersteren geradezu eine Einweihung in die Poesie dar. Sein Leben und seine Poesie hatten mit dieser Begegnung ihre Richtung erhalten. Wie kein anderer Dichter entsprach George den von Mallarmé gestellten idealistischen Anforderungen. George übersetzte unter anderem Mallarmés Dichtung "Herodias", der er auch in Zusammenarbeit mit dem Maler und Buchkünstler Melchior Lechter eine prachtvolle Gestalt verlieh. Diese Prachtausgabe, die in nur sieben Exemplaren hergestellt wurde, wird hier verkleinert reproduziert, und damit zum ersten Mal allgemein zugänglich gemacht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.07.2013
Gelungen findet Niklas Bender Enrico De Angelis' Versuch, Stefan George aus seiner genialischen Einmaligkeit zu befreien. Den zweisprachigen Band mit schönen Handschriften-Faksimiles würdigt Bender als angemessene Zusatzlektüre zum aktuellen dreibändigen Handbuch über George und seinen Kreis und notwendiges, George sozusagen internationalisierendes Element im Gesamtbild. De Angelis' Nachzeichnung des Austausches zwischen George und Mallarme und ihrer literarischen Verfahren lässt den Rezensenten nur manchmal das pointierte Urteil vermissen.
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