Dass das
Bündner Museum Chur Alberto Giacomettis Bruder
Diego nun als Künstler und nicht als Kunsthandwerker würdigt,
findet Philipp Meier in der
NZZ nur folgerichtig: Denn der stand dem Bildhauer, dem er häufig assistierte, in puncto Genialität in nichts nach. In der Schau zu sehen sind Stühle, Tische, Regale, Lampen, aus Bronze gefertigt und "von eleganter Schlichtheit", staunt Meier: "Zudem werden diese Möbel oft begleitet von einer
botanischen Melodie: Blätter, Äste, Bäume. Oder auch belebt mit dem
Orchester eines regelrechten Bestiariums: Diego Giacomettis Tierliebe reflektiert sich in wunderbar modellierten Eulen, Käuzen, Mäusen, Hirschen, Füchsen, Hunden und Katzen, die in seine
Möbelkreationen integriert sind. Bücher las der virtuose Künstler-Designer kaum. Tierbücher aber waren es, die ihn inspirierten."
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Einst schuf
Jaguar die schönsten Autos der Welt, die einem James Bond gerade gut genug waren. Im sich neigenden Verbrennerzeitalter allerdings dümpelt die Marke vor sich hin, seufzt Gerhard Matzig in der
SZ. Richten soll es nun das für Ende des Jahres angekündigte E-Auto, Modell "Type 00". Matzig ist nicht überzeugt: "Das 00-Ding sieht aus, als hätten
das Batmobil und ein übergewichtiger Toaster eine Affäre mit Folgen gehabt. Als Publikum wünscht sich Jaguar offenbar geschlechtsneutrale Metropolenbewohner, denen Motor, Karosserie und das Fahren wumpe sind. Solange es dem Zeitgeist entspricht. Die Kampagne: zartes Rosa, bevölkert von AI-Menschen, die sich Heinz Hellmich im Film 'Alter weißer Mann' für eine Provinzfirma im Wokeness-Delirium hätte ausdenken können. Vom Bond-Film zu einer deutschen Vorort-Komödie."
Außerdem: In der
Welt beklagt sich Boris Pofalla, dass der öffentliche Raum immer mehr von Rucksäcken bestimmt wird.