Efeu - Die Kulturrundschau - Archiv

Design und Mode

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Efeu - Die Kulturrundschau vom 03.07.2014 - Design

Frauke Fentloh hat für die Zeit die Männermodeschauen von Paris bis New York besucht und zählt die neuesten Trends auf: vom Blaumann bis zur Mode für den "Spornosexual" (freizügig, meist auf Selfies posierende Männer mit Sport-Porno-Torsi), von Riemchensandalen bis zur Farbenexplosion: "Calvin Klein schneidert Pullover aus gelbem, rotem und orangefarbenem PVC. Costume National macht Anzüge in Violett und Himmelblau, bei Kenzo stehen Rosa und Mintgrün im Mittelpunkt." (Bei Moschino, Foto, kam glatt alles zusammen, notierten Tom und Lorenzo in ihrem Blog)

Efeu - Die Kulturrundschau vom 27.06.2014 - Design

Das nächste Frühjahr wird entschieden bunter, wenn man den Entwürfen von Etro fürs nächste Jahr auf den gerade laufenden Männerschauen in Mailand glauben darf, das Blog soulartistmanagment berichtet. Hier auch die jüngste Kolumne von style.com zu den Männerschauen.
Stichwörter: Mailand, Männermode

Efeu - Die Kulturrundschau vom 16.06.2014 - Design

Hortense Pisano hat sich für die taz im Forum Frankfurt eine Ausstellung mit Modefotografien von Viviane Sassen angesehen. Insbesondere Sassens "Kunst der Verfremdung und des Verbergens" wussten der Kritikerin zu gefallen: "Gerade weil Sassens frühe Magazinarbeiten nicht die Perfektion ihrer neueren Modefotografien erreichen, verdeutlicht "In and out of Fashion", dass sie von Beginn an eine an den Effekten der modernen Avantgarde geschulte und dabei ganz eigene, zeitgemäße Bildsprache anstrebte. Eine Bildsprache, die sich wohltuend von den puppenhaften Schönheitsidealen abhebt, wie sie nach wie vor das Bild der Frau in den bekannten Modemagazinen prägen. ... Oft bleiben die Gesichter ihrer Models in der Dunkelheit eines Schattens verborgen, werden von drapierten Stoffbahnen umhüllt oder verschwinden hinter einem Bausch bunter Kleider." (Viviane Sassens Foto "In bloom", ursprünglich für das Magazin Dazed & Confused entnehmen wir der Website der Ausstellung.)

Efeu - Die Kulturrundschau vom 24.05.2014 - Design

Einigermaßen entsetzt ist Peter Richter in der SZ darüber, dass sich in dieser Saison ausgerechnet Bomberjacken als der letzte Schrei entpuppen und man in den Auslagen der Boutiquen kaum noch Alternativen angeboten bekommt: "Wer in dieser Saison eine Jacke kauft, der muss herumlaufen wie einer, von dem er in den Achtzigern im Zweifel nichts Gutes zu erwarten hatte. ... Das Gewaltpotenzial, das den Bomberjacken eingenäht ist wie ein zweites Futter, ist das ästhetische Genussmittel des Frühjahrs 2014, und da darf man sich schon mal die Frage stellen, was das eigentlich aussagt über diese Zeit und ihre Sehnsüchte."

Efeu - Die Kulturrundschau vom 10.05.2014 - Design



Thomas Steinfeld hat für die SZ in Kopenhagen eine dem Möbeldesigner Hans J. Wegner gewidmete Ausstellung über den einen, guten Stuhl besucht. Dieser eine, für alle Lebenslagen geeignete Stuhl war eine fixe Idee des Designers, erklärt Steinfeld in einer kleinen philosophischen Abschweifung über das Sitzen: Doch "wie sollte es ihn geben, den einen Stuhl, der großen und kleinen Menschen, dicken und dünnen, in allen Lebenslagen genehm ist (...) ? Man kann es drehen und wenden, wie man will: Das Prinzip des 'einen Stuhls' setzt ein allgemein gültiges Sitzen voraus, denn nur dieses ließe sich überhaupt optimieren." (Foto: Pernille Klemp)

Efeu - Die Kulturrundschau vom 09.05.2014 - Design

Für das ZeitMagazin plaudert Tillmann Prüfer mit Karl Lagerfeld, der genau weiß, warum er, anders als seine Kollegen, als Modedesigner von seinen Auftraggebern keinerlei Einschränkungen erfährt: "Die anderen sind schwierig, ich bin nicht schwierig. Meine Art, nett zu sein, grenzt schon an Gleichgültigkeit."

Efeu - Die Kulturrundschau vom 07.05.2014 - Design

(via Jezebel) Bei der jährlichen Wohltätigkeitsgala des Metropolitan Museums (Karte: 25.000 Dollar) konnte man sogar auf dem Klo glamouröse Fotos machen. Uns gefallen am besten - in dieser Reihenfolge - Kirsten Dunst wegen ihres galaktischen Minimalismus, Maggie Gyllenhaal wegen ihres 70er Jahre Mimimalismus, die Olsen Schwestern wegen ihres hexenhaften Charmes und Diane Krüger wegen ihres puren Hübschseins. Alle Fotos auf einen Blick bei Jezebel.

Efeu - Die Kulturrundschau vom 25.04.2014 - Design



Grau
ist das neue Schwarz, behauptet Hannah Marriott im Guardian. Man muss sich ja nur mal umsehen. "But grey is many things to many people. For Julia Sarr-Jamois, fashion editor of Wonderland magazine, it is often dark and neutral, a counterpoint to brights and neons. For Carine Roitfeld, grey is smart and tailored; French Vogue editor Emmanuelle Alt favours light, pebbly shades. For Rihanna, light grey marl - with its connotations of late-70s sportswear - is the sartorial holy grail. If the style set sound like they take grey seriously, try visiting a Farrow & Ball showroom, where well-heeled couples discuss colours called Cornforth White, Mouse's Back and Pigeon in whispered, reverential tones. These are seriously aspirational paints, named after shades favoured by the Bloomsbury group (Charleston Gray) or described as 'reminiscent of an elegant colour used in Sweden in the late 18th century under Gustav III' (Lamp Room Gray)."
Stichwörter: Charleston, Rihanna, Vogue, Lampen, Fashion

Efeu - Die Kulturrundschau vom 24.04.2014 - Design

Gerade weil sie so gelungen ist, macht die Ausstellung "The Glamour of Italian Fashion 1945 - 2014" im Londoner Victoria & Albert Museum so traurig, meint Brigitte Werneburg in der taz: Ihr kommt sie "wie eine Beerdigung erster Klasse" vor, "denn ohne Weiteres erfahren die BesucherInnen im Verlauf des reich bestückten, mit handverlesenen Kleidern, Accessoires und ausgesucht informativen Dokumenten dennoch übersichtlich gestalteten Parcours, wie sich die italienische Mode aus bescheidenen, noch vorindustriellen und handwerklich geprägten Umständen zur international gültigen Luxusmarke Made in Italy entwickelt hat. Und ohne Weiteres erkennen sie am Ende einen deutlichen Stillstand, wenn nicht Niedergang."



Sehr ausgiebig führt Till Briegleb in der SZ durch die Ausstellung "Aufbruch. Umbruch. Stilbruch?" des August-Kestner-Museums in Hannover, die sich mit der Designentwicklung in der Bundesrepublik nach dem Zweiten Weltkrieg befasst. Für rundum gelungen hält er sie am Ende aber doch nicht. Dafür fehlten ihm die starken Thesen und der Mut, die Exponate nicht nur ästhetisch zu beschreiben: "Ob ein Objekt (...) nun eher aerodynamisch, organisch oder von der Op-Art inspiriert ist, sagt letztlich ebenso wenig über die Ideengeschichte aus wie die historischen Wandtafeln, auf denen man erfährt, dass 'Warten auf Godot' im selben Jahr erschienen ist wie die erste Bild-Zeitung. Damit steht diese Ausstellung - trotz gegenteiliger Beteuerung - ein wenig in der Tradition, die Design am liebsten als ein Geschmacks- und Oberflächenphänomen behandeln möchte und nicht als Verkörperung von Lebenshaltungen mit durchaus politischen und sozialen Motiven." (Bild: Radio/Rundfunkgerät Blaupunkt "Pop 70", Entw.: Hans Vagt und Peter Bannert, wohl 1969)

Efeu - Die Kulturrundschau vom 23.04.2014 - Design

Der belgische Kritiker und Kurator Jan Boelen erklärt im Interview mit dem Blog Dezeen, wie er die Design Biennale in Ljubljana zu ihrem 50. Geburtstag in diesem Jahr renovieren will - mit elf Themen (Affordable Living, Knowing Food, Public Water Public Space, Walking the City, Hidden Crafts, The Fashion System, Hacking Households, Nanotourism, Engine Blocks, Observing Space und Designing Life), auf die er Teams angesetzt hat: "It made no sense to continue within the pedagogical effort of an awards competition, which was the framework within which BIO - as most design events created in the 20th century - originated. Back then, the world was a place of mass production and distribution; today, we are seeing a transition towards small-scale, local and specific scenarios of production, where the designer is no longer an all-powerful creator, but an element in a network of collaboration and influence. Any design even that seeks to truly reflect the contemporary must embrace these changes, and for BIO, that meant a shift towards collaboration and complexity. This generates what you called a 'choral' event, where many multidisciplinary agents come together, with their strengths and weaknesses, to create something new."

Besprochen wird die Konstantin-Grcic-Ausstellung im Vitra-Design-Museum in Weil am Rhein (NZZ)