Auch hierzulande hat Teju Cole mit seinem New-York-Flanier-Roman "Open City" für Aufsehen gesorgt. Nun ist in den USA sein zweites Buch, "Every Day is for the Thief", erschienen, ein mit vielen Parallelen zum Debüt durchwirkter Roman über einen New Yorker, der Nigeria durchstreift. Damit verfolgt der selbst in Nigeria aufgewachsene Cole ein klares Anliegen, wie er im Interview mit Nathalie Olah erklärt: "Ich gelange immer wieder zur der Ansicht, dass Nigeria ein Land von der Größe Frankreichs mit 122 Millionen Einwohnern ist. Und ich glaube, rein rechtlich gesehen, sollte ein Land dieser Größe eine Stimme in der Welt haben. In den USA gibt es vielleicht doppelt soviel Leute und von denen hören wir sicher eine Menge. Wieso? Als Menschen sind sie nicht wichtiger. Es gibt weniger Franzosen als Nigerianer. Auch weniger Briten und von denen hören wir auch eine Menge. In diesem Sinn habe ich einen sehr klaren Ansatz, was Rechte und Gleichberechtigung betrifft, und er lautet: Jede nigerianische Person sollte genauso wichtig sein wie jede andere Person."
Im Online-Musikmagazin würdigt Charlie Fox die sorgfältig edierte Doppel-LP-Neuauflage des experimentellen Soundtracks von David Lynchs Debütfilm "Eraserhead" und nebenbei auch Lynch als Meister der unheimlichen Geräusche. Insbesondere das Stück "In Heaven" ist ein wahrer Albtraumgarten: "Ähnlich wie das Sounddesign in 'The Shining' oder Tarkowskijs 'Stalker' (deren Soundtracks jeweils eine ähnlich luxuriöse Aufbereitung verdienten) ist 'Eraserhead' durch seine obsessive Aufmerksamkeit für gespenstische Zonen, unheimliche Echos und jene Schauder gekennzeichnet, die durch verlassene Räume ziehen. In allen dreien finden sich reichhaltige geisterhafte Klänge, doch was 'Eraserhead' am ehesten in die Nähe eines hauntologischen Projekts rückt, ist der untrügerische Sinn für Traurigkeit. Peter Ivers 'In Heaven' tritt wie die Erscheinung eines Kindes, das dich ins Jenseits ziehen will, aus einer Wüstenei hervor. Seine traumwandlerische Melodie und der Text, der so einlullend ist wie ein Wiegenlied ('In Heaven, everything is fine') sind tief verstörend, ein Gefühl, das noch verstärkt wird, weil dieses Lied zugleich so bestrickend und süchtigmachend ist. Nach einem Nuklearkrieg wäre es auf Platz 1 der Charts."
Dazu passed: Pitchfork hat sich mit Lynch über die Neuauflage des Soundtracks unterhalten. Und ob Fox' Einschätzung von "In Heaven" gültig ist, lässt sich bei Youtube überprüfen:
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