Stichwort

Anthropozän

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Magazinrundschau 13.05.2019 […] die antihumanistische Kritik nie gegeben. Das Modell des Weltenbildners homo faber, den das 'gute Anthropozän' aufruft, das ist der richtige Punkt des Posthumanismus, ist in der strikten Gegenüberstellung von Mensch und Natur nicht aufrechtzuerhalten. Seine völlige Bestreitbarkeit ist aber im Anthropozän ebenso wenig zu haben - als Adressat ethischer Forderungen, als politisch Handelnder oder als Verursacher […] Während die Geologen wohl noch hundert Jahre brauchen düften, um das menschliche Zeitalter anzuerkennen, ist das Anthropozän in den Geistes- und Kulturwissenschaftler längst ausgemachte Sache. Allerdings stellt es sie vor das Problem, wieder den Menschen denken zu müssen, den doch schon Michel Foucault verschwinden sah "wie am Meeresufer ein Gesicht im Sand". Hannes Bajohr versucht, Ordnung in diesen  […] diesen  anti-, post- und neohumanistischen Schlamassel zu bringen: "Ganz gleich, auf welcher Seite man sich in der Auseinandersetzung um den Anthropos im Anthropozän wiederfindet - sie zeigt, dass der Mensch zumindest als diskursiver Gegenstand just in dem Moment auf die Bühne der Geisteswissenschaften zurückgekehrt ist, da seine endgültige Verabschiedung schon sicher schien. Schreibt sich zwar die Tradition […]
9punkt 07.07.2017 […] auftretenden Leitfossil markiert und definiert. Wann dieser beim Anthropozän angesetzt sein soll, ist aber eine der am längsten diskutierten Fragen innerhalb der Arbeitsgruppe zum Anthropozän." […] Die Rede vom Anthropozän ist kein reines Pop-Phänomen, erläutert Manuela Tomic in der taz. Geologen streiten sich darüber, wie sie das neue Erdzeitalter definieren sollen: "Zeitalter der Erdgeschichte werden mittels eines umfassenden Regelwerks definiert. Über die Zeitskala wacht die Internationale Stratigrafische Kommission. Um den Beginn einer Epoche festzusetzen, wird diese meist mit einem neu […]
Magazinrundschau 02.03.2017 […] denen zufolge das Anthropozän vor zehntausend Jahren begonnen hat, sagen nichts über die ökologische Dynamik der letzten Jahrhunderte; Theorien dagegen, die das Anthropozän auf die Zeit des merkantilen, industriellen oder Nachkriegskapitalismus datieren, ignorieren entweder die spezifischen Ursprünge dieser Periode oder erkennen sie, analysieren sie aber nicht. Der Begriff vom Anthropozän ist nur vordergründig […] Die interessantesten Beiträge zum Anthropozän kommen von Autoren, die den Begriff ablehnen, meint dagegen Benjamin Kunkel in seinem kilometerlangen Essay zum Thema: Für Ökomarxisten wie Jason Moore ("Capitalism in the Web of Life") und Andreas Malm ("Fossil Capital") sei die menschliche Spezies kein handelndes Subjekt, und anthropologische Konstanten wie Werkzeuge, Städte oder Schrift können den K […] Klimawandel beschleunigen, aber sie sind nicht die Ursache. "Für Moore liegt der Fehler darin, dass die Rede vom Anthropozän die Menschheit als eine homogene Handlungseinheit darstellt, wo Menschen doch niemals in einem ursprünglichen Zustand auftreten. Es gibt sie nur in spezifischen historischen Gesellschaftsformen, die durch ihre jeweiligen gesellschaftlichen Besitzverhältnisse definiert sind und […]