Stichwort

Brexit

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9punkt 03.02.2020 […] könnten die Wiederwahl des irischen Premierministers Leo Varadkar gefährden, berichtet Naomi O'Leary bei politico.eu. Die in der Republik Irland und Nordirland operierende Partei könnte vom Brexit profitieren: "Das Brexit-Referendum im Vereinigten Königreich hat den Kompromiss über den konstitutionellen Status des Nordens, der seit dem Friedensschluss von 1998 gehalten hatte, destabilisiert und eine neue […] Referendum zu diesem Thema nur eine Frage der Zeit sei." In der NZZ sieht der ehemalige Diplomat Rudolf G. Adam nach dem Brexit wenig Chancen für einen Vertrag mit den Briten bis zum Ende des Jahres. Aber ist der überhaupt gewollt? Adam stellt noch einmal klar, dass der Brexit nicht von Abgehängten initiiert wurde: "Die Wortführer des 'Leave' kommen aus der City of London. Nigel Farage war zwanzig […] aus der City unterstützen ihn mit Spenden. Sajid Javid, der derzeitige Finanzminister, war achtzehn Jahre lang Banker. Finanzdienstleister profitieren vom Brexit. Ihr Hauptgeschäft liegt ohnehin jenseits von Europa. Sie entziehen sich mit dem Brexit dem wachsenden Zugriff einer EU-Finanzaufsicht." Außerdem: Der Drehbuchautor und Dozent Adam Ganz schreibt in der taz ein Psychogramm über Boris Johnson […]
9punkt 01.02.2020 […] Wahlkreis und trat zurück." taz-Brexiteer Dominic Johnson hat eine Erklärung, warum gerade in Deutschland die Stimmung gegen den Brexit so stark sei: "Deutschland hat nie dekolonisiert. (...) Vielleicht ist das ein Grund, dass in Deutschland wie kaum irgendwo sonst der Brexit auf so viel Häme und Hass trifft, auf allgemeine Ablehnung und Geringschätzung. Deutschland hat nie selbst akzeptiert, dass andere […] Der Traum vom Brexit wird jetzt auf den Granit der Realität beißen, und die Remainer tun gut daran, die nun kommende Realität an diesem Traum zu messen und die Brexiteers zur Verantwortung zu ziehen, meint Ian Dunt in seinem Blog politics.co.uk: "Das muss getan werden. Es ist eine Pflicht, kein Ziel. Der Schaden, der uns zugefügt werden soll, muss als Folge der Entscheidung für Brexit und der Art und […] "Es ist vollbracht", ruft sarkastisch Ian McEwan im Guardian zum gestern Nacht vollzogenen Brexit: "Wir müssen unsere Zelte packen, womöglich zum Klang der Kirchenglocken, und hoffen, dass wir in einem 15-jährigen Rückweg wieder dahin kommen, wo wir bis gestern mit all unseren Handelsabkommen, Sicherheitsverträgen, und Vereinbarungen zu Gesundheit, wissenschaftlicher Zusammenarbeit und tausend anderen […]
9punkt 31.01.2020 […] sich wünschen, dass diejenigen, die für Brexit gestimmt haben, darunter leiden. Wir sind so patriotisch wie jeder Brexiteer und wünschen uns das Beste für unser Land und unseren Kontinent. Deshalb müssen wir jetzt wollen - und tatsächlich dafür arbeiten -, dass sich unsere pessimistischen Vorhersagen zumindest teilweise als falsch erweisen. Nachdem wir Brexit vier Jahre lang wie die Pest bekämpft haben […] USA." "Wir kommen wieder (wenn ihr uns haben wollt)", schreibt der Schriftsteller Julian Barnes in der SZ gefasst, allerdings nicht ohne den Brexiteers noch einige Mythen zu nehmen: "Viele, die den Brexit unterstützt und dafür gestimmt haben, bezogen sich auf die glorreiche Vergangenheit Großbritanniens, wobei manche bis auf die Schlacht bei Crécy im Jahre 1346 zurückgingen; aber viele hoben auch speziell […] haben, müssen wir, zumindest in diesem minimalen Sinne, wollen, dass Brexit Erfolg hat." Weitere Artikel: Die britische Kulturindustrie ist einer der erfolgreichsten Wirtschaftszweige des Landes, nun herrscht blanke Ahnungslosigkeit, wie es weitergehen soll, weiß Marion Löhndorf, die sich für die NZZ umgehört hat. […]