Stichwort

Diaspora

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9punkt 13.03.2015 […] haben in Russland eine lange Tradition." Dass der Antisemitismus in Deutschland und anderswo zunimmt, liegt auch daran, dass - auch vonseiten der israelischen Regierung - der Unterschied zwischen Diaspora-Juden und Israelis immer mehr aufgehoben wird, schreibt der Soziologe Y. Michal Bodemann in der taz: "Zu Ignatz Bubis" Zeiten war es in Deutschland noch ein Fauxpas, wenn nichtjüdische Deutsche Juden […] "eurem Ministerpräsidenten Rabin" sprachen. Heute, mit Netanjahu, ist jedoch die israelische Knesset das "Parlament aller Juden", er selbst maßt sich an, für alle Juden zu sprechen, und nimmt so das Diaspora-Judentum als Geisel für seine Besatzungs- und Siedlungspolitik. Alle französischen und allgemein alle europäischen Juden gehören demnach angeblich nach Israel." Während Pegida in Dresden hoffentlich […]
9punkt 06.12.2014 […] veritablen Krise des jüdischen Volkes ausweiten kann, wenn nämlich die Regierung ihre Pläne wahrmacht, Israel zum "Staat des jüdischen Volkes zu erklären: Abzusehen ist daher, dass jene Juden der Diaspora, die die prophetischen, die universalistischen Werte des Judentums über nackten Partikularismus und blinden Selbstbehauptungswillen stellen, sich von Israel und dem Zionismus abwenden werden. Die […] sich vor allem in den USA. Dabei geht es ausnahmsweise nicht um die "außenpolitische" Frage des israelischen Verhältnisses zu den Palästinensern, sondern um die Beziehungen zwischen Israel und der Diaspora." Im taz-Interview mit Christiane Müller-Lobeck erklärt der Islamwissenschaftler Behnam Said, der auch als Referent beim Hamburger Verfassungsschutz arbeitet, wie das Sektierertum des Islamischen […]
Feuilletons 13.05.2013 […] In der FR/Berliner Zeitung unterhält sich Arno Widmann mit dem amerikanisch-israelischen Talmud-Forscher Daniel Boyarin, der gerade am Berliner Wissenschaftskolleg ein Buch über die Diaspora beendet hat: "Ich habe viel von W. E. B. Du Bois (1868-1963) gelernt, dem Afro-Amerikaner - so sagen wir heute, er hat diesen Ausdruck nie verwendet -, der vom doppelten Bewusstsein der Schwarzen sprach. Sie seien […] Verständnis der Welt haben. Es geht ihm darum: Wer drinnen und draußen ist, der hat einen anderen Blick auf die Gesellschaft. Das ist die Position der Minderheiten, der Juden zum Beispiel, das ist die Diaspora-Position. Es ist kein Zufall, dass so viele Kritiker Juden sind. Das hat nichts mit Rasse, Genetik oder einer besonderen Intelligenz zu tun. Es ist das Ergebnis ihrer ambivalenten Situation." […]