Stichwort

Dogville

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Feuilletons 09.11.2005 […] Verena Lueken will sich durch Lars von Triers auf einer Studiobühne inszenierten Filmen "Dogville" und jetzt "Manderlay" ganz und gar nicht überzeugen lassen: "Die Kamera wirkt als Verstärker der didaktischen Rhetorik, die von Trier sich beim Berliner Ensemble im Keller geklaut hat. Zusammen mit seiner laubgesägten Ideologie und einem Erzähler (John Hurt), der auf geschickte Weise die Szenen miteinander […] miteinander verbindet und die Leerstellen der dargestellten Geschichte füllt, ergibt das eine Form, in der europäische Kritiker seit 'Dogville' die Zukunft des Kinos vermuten. Weil uns endlich mal jemand zeigt, dass das Kino in seiner gewöhnlichen Gestalt eine Illusionsmaschine ist. Wie lange genau sollen wir geschlafen haben, um das für eine Enthüllung zu halten, die nun auch ästhetisch glaubhaft auf […]
Feuilletons 06.04.2004 […] gewohnt umfang- und kenntnisreichen Text denkt Georg Seeßlen über das "Kino als Kränkungsmaschine" nach. Hintergrund sind zwei "merkwürdige Debatten" in den USA und Japan, die Lars von Triers Film "Dogville" Antiamerikanismus und Sofia Coppolas "Lost in Translation" "Japan-Klischees" vorwerfen. Seeßlen stellt einerseits fest, dass die Verlagerung des "Bilderkriegs um die Kränkungen von den Peripherien […] 'Geschenke' ansieht. Der fundamentalistische Christenfilm 'Passion' stört den universalen Religionsbrei von 'The Matrix' 'Lost in Translation' stört das Nationalismen-Amalgam von 'The Last Samurai' 'Dogville' stört überhaupt die wohl dosierte Mischung von Intimität und Distanz in der Selbstkritik der amerikanischen popular culture." Weiteres: Thomas Winkler berichtet über die Vorbereitungen zur Popkomm […]