Stichwort

Erinnerungspolitik

Rubrik: Magazinrundschau - 24 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 2
Magazinrundschau 25.11.2019 […] betrug. Der Historiker Tamás Stark (Mitglied der ungarischen Akademie der Wissenschaften, MTA) findet die offizielle Erinnerungspolitik inzwischen wenig glaubwürdig: "Die Regierung betrachtet die Welt im Kontext des neuen Ost-West-Konflikts und die offizielle Politik und die Erinnerungspolitik bestärken die Ungarn darin, dass wir auf der Seite des Ostens stehen. Darum wird nur über die Bedrohung durch das […] (…) Trotz dieser Fakten beschuldigt die ungarische Regierung die westlichen Länder der Beihilfe und klagt diese an, dass sie desinteressiert seien an der Erinnerung der Opfer des Kommunismus. Erinnerungspolitik wird somit ein Werkzeug für tagespolitische Ziele. Dies verlangt, dass selbst die Erinnerung an die Opfer des Kommunismus in die Schlacht gegen die westlichen Kritiker der Regierung geführt wird […]
Magazinrundschau 23.10.2016 […] 2010 spielt 1956 in der Erinnerungspolitik - trotz Anschein, Spektakel und Prestigeinvestitionen - keine besondere Rolle mehr. Mit der plebejischen, sozialistischen und demokratischen Revolution ist trotz vereinfachender These der antikommunistischen Rebellion nicht mehr viel anzufangen. Der Gegner liegt besiegt am Boden (...). Die Kluft zwischen der einseitigen Erinnerungspolitik und dem kommunikativen […] Direktor des 56er Instituts János M. Rainer zeichnet anlässlich des sechzigsten Jahrestages des Aufstandes von 1956 in Budapest (23. Oktober) die Stellung der Revolution in der gegenwärtigen Erinnerungspolitik nach: "2010 änderte nichts am konservativen Ansatz, dass die neuere ungarische Geschichte unterbrochen ist. Die Zeit zwischen 1944-1990, manchmal bis 2010 ist herausgeschnitten und bedarf keiner […]