Stichwort

Fifa

30 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 2
Magazinrundschau 28.09.2017 […] der New York Review of Books schaut sich Simon Kuper David Conns "The Fall of the House of FIFA" genauer an, eine Rekapitulation des Multimillion-Dollar Korruptionsskandals im Weltfußball, und stellt fest: "Blatters Abgang war kathartisch, so wie der Niedergang Saddams im Irak 2003. Aber die alten Pfade der FIFA sind weiterhin intakt. Im Februar 2016 wurde mit Gianni Infantino ein weiterer Schweizer […] nachdem er vor 209 nationalen Federations-Präsidenten verlauten ließ: 'Das Geld der FIFA gehört Ihnen'. Ein Satz, der laut Conn spontanen Applaus bekam. Vieles an Infantino lässt an Blatter denken: Seine Begabung in der Vetternwirtschaft, seine multilinguale Bonhomie und sein Anspruchsdenken. Nach Blatter hat die FIFA nur wenige Reformen angestrengt, aber die Verträge der beiden Vorsitzenden des Ethikrates […] Misswirtschaft in Verbindung gebracht. Und Infantino hatte Kritik an seiner Person als 'fake news' abgetan. Trotz der in diesem Herbst anstehenden Verfahren in den USA und in der Schweiz - der Fall FIFA ist merklich abgekühlt. Kaum ein Journalist befasst sich regelmäßig mit der Organisation." Fintan O'Toole denkt über die irische Frage nach, die mit dem Brexit wieder hochkommt: Denn das Belfast Abkommen […]
9punkt 16.06.2015 […] Die Öffentlich-Rechtlichen haben es bisher geschafft, über die FIFA-Krise zu berichten, als seien sie nicht Partner der FIFA. Aber gerade die deutschen Sender zahlen Hunderte von Millionen Euro in das Blatter-Korruptions-System ein. Würden sie Transparenz zur Bedingung machen (mehr hier), könnte Blatter einpacken. In der Welt zitiert Christian Meier nun eine wunderbar Big-Brother-artige Formel, mit […] Hieronymi den Rechteerwerb mit den Zwangsgebühren der deutschen Bürger rechtfertigt: "Die beste Möglichkeit, kritisch und während der WM prominent über die Fifa zu berichten, ist der Rechteerwerb." Meier hat überdies zehn Rundfunkräten einige Fragen zum FIFA-Skandal vorgelegt, nur vier antworteten. […]
9punkt 02.06.2015 […] Endlich greift mal einer dieses Thema auf: Das Hauptgeld der FIFA-Korruption zahlen die Fernsehzuschauer (mehr im Perlentaucher), und zwar ganz besonders die deutschen Gebührenpflichtigen, schreiben Stefan Kaiser und Anna van Hove bei Spiegel Online: "Spätestens seit Bekanntwerden des jüngsten Korruptionsskandals stellt sich die Frage, inwieweit das System Blatter vom Geld deutscher Fernsehzuschauer […] er sonst diesen Apparat? Die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten haben in Europa Marktmacht, ansonsten könnten sie nicht ihre private Konkurrenz in dem Rechtepoker über die Übertragungsrechte der FIFA ausstechen. Es ist von ihnen schlicht nur eines zu erwarten: Diese im Sinne des öffentlichen Interesses an einen Fußball einzusetzen, der nicht zum Selbstbedienungsladen degeneriert." Der Economist […]
9punkt 29.05.2015 […] Zahlung verweigern, bis die FIFA internationalen und unabhängig überwachten Transparenzregeln folgt." (Via ilpost.it) Die hier als Thumbnail gezeigte Infografik der Washington Post zeigt die Zahl der Toten bei der Vorbereitung von Fußball-WMs und Olympischen Spielen - der letzte Block betrifft Qatar. Auch Michael Hanfeld erinnert in der FAZ daran, dass das Korruptionsgeld der FIFA nicht von Irgendwo stammt: […] stammt: "Gestützt wird dieses System allerdings nicht nur von denen, die, wie der frühere Fifa-Vizepräsident Jack Warner, Geld nehmen, sondern auch von denen, die es geben. Und das sind wir alle... Zwischen 2010 und 2014 hat die Fifa einen Umsatz von 5,7 Milliarden Dollar gemacht. Ein Großteil davon stammt aus der Vermarktung der Fußball-Weltmeisterschaften. Diese beruht zum überwiegenden Teil auf dem […] Die öffentlich-rechtlichen Sender sollten in ihren Berichten über den FIFA-Skandal nicht so tun, als wären sie Unbeteiligte, meint Perlentaucher Thierry Chervel: "Wir, die deutschen und europäischen Fernsehzuschauer, sind durch unsere Gebühren Teil dieses Systems, ob wir uns für Fußball interessieren oder nicht. Es ist auch deutsches Fernsehgeld der Gebührenzahler, das am Ende die abstrusen Vergaben […]
9punkt 28.05.2015 […] Bei Huffpo.fr findet sich ein AFP-Artikel über den ehemaligen amerikanischen Fifa-Funktionär Chuck Blazer, auf dessen Aussagen die amerikansichen Beschuldigungen wesentlich zu beruhen scheinen. Leider gar keine Kommentare gibt es zu der Meldung, dass die Fifa Frauen inzwischen zwingt, ihr Geschlecht nachzuweisen. "Die Fifa wird ihre Gründe dafür haben. Wir haben das gelassen zur Kenntnis genommen und […] Wie kommt es eigentlich, dass ausgerechnet die amerikanische Justiz mit dem Fifa-Sumpf aufräumt, der sich doch nicht unwesentlich aus europäischen Fernsehgeldern nährt? Wie auch immer. Tunku Varadarajan feiert bei politico.eu die amerikanische Generalstaatsanwältin: "Das Pantheon des Weltfußballs hat eine neue Heldin. Den Namen Pele, Maradona, Cruyff und Messi sollte man einen anderen an die Seite […]