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Film

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Efeu 03.03.2021 […] ob eine Lobeshymne einen Film tatsächlich für ein paar Euro mehr über die Ladentheke gehen lässt." Wünsche, Lebenswege - und alles zweigeteilt: Hong Sangsoos "Introduction"Immerhin gezeigt wurde "Introduction" der neue Film von Hong Sangsoo. Der koreanische Autorenfilmer ist längst kein Festivalgeheimtipp mehr, sondern hochdekorierter Dauergast der A-Festival. Sein neuer Film passt ja bestens zu diesem […] eine Daunenjacke, dem Frierenden um die Schultern gelegt." Beileibe kein schlechter Film, urteilt FR-Kritiker Daniel Kothenschulte, "doch die drei Episoden um nicht erfüllte Wunschvorstellungen und naturgemäß vorhersagbare Lebenswege wirken wie ein Nachtrag zu besseren Hong-Sang-Soo-Filmen." Immerhin finde der Film auf spielerische Weise einen Umgang mit der Krise des Kinos, meint Tim Caspar Boehme […] der zweigeteilten Narrative" und auch dieser Film "spielt zur Hälfte in Südkorea, zur Hälfte in Berlin; gedreht vermutlich während der letzten Berlinale." Auch sonst gibt es vieles, was man aus dem Werk des Minimalisten kennt: Beziehungsprobleme, Gespräche, die sich vor lauter Höflichkeit im Kreis drehen, leere Floskeln. "Es ist ein ziemlich trauriger Film, wenn er auch die Suche nach ein bisschen Wärme […]
Efeu 02.03.2021 […] ZeitOnline: Man könnte den Film "durchaus als Hommage an das Filmeschaffen selbst sehen: Schwarz-Weiß, Stummfilm, Tonfilm, körniges Super 8 und hyperrealistische HD-Optiken wechseln sich fast unmerklich ab." Schade allerdings, dass der Film sich am Ende doch einer "weltschmerzhaften Untergangsstimmung hingibt." Für Artechock hat Rüdiger Suchsland mit Graf über dessen Film gesprochen: Von der Berlinale […] Tom Schilling ist Fabian in Dominik Grafs gleichnamigem Film.Seufz. Sehen kann man Dominik Grafs neuen Film "Fabian" zwar noch nicht auf der Berlinale, aber immerhin kann man sich an den begeisterten Kritiken freuen. Graf hat Kästners Vorlage "gründlich entsäuert und ein Gesellschaftsporträt der frühen Dreißigerjahre daraus gemacht, das so durchscheinend ist, dass man oft vergisst, nicht im Berlin […] Berlin der Gegenwart zu sein", schreibt Kathleen Hildebrand in der SZ und badet förmlich in den "sommerlich-melancholischen Bildern" dieses Films, nicht zuletzt weil Tom Schilling, Saskia Rosendahl und Albrecht Schub "lieben, lachen und so unverstellt an ihrer Zeit leiden". In diesem Berlin "steckt der Krieg den Menschen noch in den Knochen, und die ersten Nazis stecken schon in Uniform", hält Christian […]
Efeu 01.03.2021 […] einen Wettbewerb gibt es, dessen Filme die Jury ausnahmsweise sogar im Kino begutachten kann. Die Presse hingegen muss mit für 24 Stunden freigeschalteten Onlinestreams mit viel Kaffee auf dem heimischen Sofa zum Streammarathon Platz nehmen, sofern die Filme im einzelnen überhaupt freigegeben werden. Wenn es richtig dumm läuft, gehen die Bären am Freitag dann an Filme, die nur die Jury kennt. Nur das […] Zeitrahmen (weshalb nicht wenigstens zwei Tage mehr für die Journalisten?) zu extremen Hierarchisierungen zwingt. ... Zeit für Entdeckungsreisen in andere Sektionen wird es kaum geben." Der nur 15 Filme umfassende Wettbewerb zeigt keine amerikanische, aber gleich vier deutsche Produktionen, ist Andreas Kilb von der FAZ aufgefallen. Das habe auch mit dem Siegeszug des Streamings zu tun: Hollywood-B […] wurde, die er wegen Corona dann fürs Erste aber doch nicht antreten musste. Auch wegen des Todes seiner Mutter waren die letzten 12 Monate für ihn "ein schwieriges Jahr. Mittlerweile wurde wegen des Films ein neues Verfahren gegen mich eröffnet, mein Anwalt konnte Einblick in die Akte nehmen. Wieder wird der Standard-Vorwurf 'Propaganda gegen die iranische Regierung' angeführt. Ein anderer Vorwurf lautet […]
Efeu 27.02.2021 […] Publikum schaut die Filme "ohne Branchen- und mit nur wenigen Presseschnösels. Die Berlinale geht in den Wechselunterricht." Und wie soll das mit dem Sichten für die Presse eigentlich funktionieren? Die Filme sind nur je einen Tag lang online: "Für den Montag macht das 22 Filme, die man rein theoretisch gucken könnte. Auf meiner persönlichen Vorauswahlsliste stehen am Montag sieben Filme, am Dienstag sechs […] diesem Jahr viele deutsche Filme im Wettbewerb laufen, habe "sicher auch damit zu tun, dass die Filmwirtschaft hier sehr aktiv ist und mit ihren Projekten früh an uns herangetreten ist, auch weil Venedig und Sundance weniger Filme gezeigt haben und viele Festivals im Herbst ausgefallen sind. Und wenn man nach Cannes schaut - die hatten im letzten Jahr auch mehr französische Filme, das ist eine Konsequenz […]
Efeu 26.02.2021 […] Zuwüchse an Filmfördermitteln, die zu immer mehr Filmen führt, die immer weniger Leute sehen wollen, reklamierte Zugriff auf 'ihr' Festival. Den hat sie bekommen, ebenso wie auf den Deutschen Filmpreis durch eine Filmakademie, in der seitdem Mehrheitsgeschmack statt fachlichem Verstand über Qualität entscheidet. Auf einmal liefen drittklassige Filme mit Beteiligung der deutschen Filmförderung bei der […] der Eröffnung und im Wettbewerb der Berlinale. Dieser Gefälligkeitsdienst hat dem Festival und dem deutschen Film mehr geschadet als geholfen, was in diesem Land kaum einer bemerkt, weil Filmförderung hier bessere Filme gar nicht ermöglichen will." Die alten "Muppet's"-Folgen werden bei Disney+ künftig vorab mit einer kurzen Einblendung versehen, dass die darin gezeigten Klischees und Stereotype falsch […] Verantwortung übernehmen." Außerdem: Bert Rebhandl empfiehlt im Standard die Online-Retrospektive Margareta Heinrich des Filmarchivs Austria. Besprochen werden Sébastien Lifshitz' auf Amazon gezeigter Film "Adolescentes" sowie Kamal Aljafaris "An Unusual Sommer" und Phillip Warnells "Intimate_Distances", die bei der Woche der Kritik laufen (Perlentaucher), eine Netflix-Doku über Pelé (FR, NZZ), die N […]
Efeu 24.02.2021 […] Schauspieler Jonathan Berlin, der heute im ARD-Film "Martha und Tommy" zu sehen ist. Besprochen werden Andreas Hoesslis Essayfilm "Der nackte König" (Artechock), die auf ZDFNeo gezeigte Serie "Unbroken" (FAZ, taz), die Disney-Serie "Big Sky" (FAZ), der Netflix-Film "To All the Boys: Always and Forever" (SZ) und J. Blakesons auf Netflix gezeigter Film "I Care a Lot" (FAZ). […] die Pläne für die Publikumsberlinale im kommenden Sommer betrifft. Und dass die Berlinale nicht jetzt schon digital gestreamt wird, erklärt Chatrian so: "Sind Sie sicher, die Leute wollen noch mehr Filme online gucken? Wenn sie das Festival vermissen, dann das Gefühl, etwas gemeinsam im Kino erleben zu können. Ein Filmfest hat ja auch noch andere Aufgaben, es ist unser Job, die Branche zu unterstützen […] sein." Schäbig findet es Johannes Wolters im Filmdienst, wie Disney das über den Fox-Deal einverleibte und ziemlich traditionsreiche Animationsfilmstudio Blue Sky, das unter anderem die "Ice Age"-Filme produziert hat, weitgehend stillschweigend aufgelöst hat: Lediglich einer Branchenmeldung ist die Entwicklung zu entnehmen, aber "eine eigene Verlautbarung des Disney-Konzerns, eine Pressemeldung oder […]
Efeu 21.02.2021 […] Schlägen synchronisiert. Die Ausstattung ist dabei oft spartanisch, und die Filme sehen mitunter aus, als seien sie am nächstbesten Waldweg gedreht. Dieses betont Unbombastische der Umwelt ist ein deutlicher Hinweis auf Changs Wurzeln in der Peking-Oper. Körper und Menschen sind alles, der Hintergrund nichts." Eine Kampfszene aus dem Film gibt es auch auf Youtube: Weitere Artikel: Björn Hayer plädiert […] als Quasi-Auteur eines Kinos kerniger Männlichkeit, das in einer Art fortlaufender Theweleit-Performanz gegen die Verweichlichung Chinas anstritt: "Durchsetzungsfähige Kampfkünstler verüben in seinen Filmen kraft ihrer irrealen Muskelkraft Rache oder kämpfen zerstörerisch für Gerechtigkeit". Anders als bei King Hu, der mit einer radikalen Schnitttechnik arbeitete, "war Chang Chehs Ansatz ganz auf Leiber […] plädiert in einem ZeitOnline-Essay für die heilsame Kraft melancholischer Filme. In der SZ spricht Sonja Zekri mit dem Schauspieler Albrecht Schuch, der in diesem Jahr als "European Shooting Star" gewürdigt wird. Besprochen werden Guan Hus auf DVD veröffentlichter chinesischer Blockbuster "The 800" (SZ, mehr dazu bereits hier), die deutsche Amazon-Serie "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" (taz, NZZ), die norwegische […]
Efeu 20.02.2021 […] geschaffen, um im Lockdown Filme online zu zeigen und den Kontakt zum Publikum zu halten. Viele Kinos haben sich dem bereits angeschlossen. Dunja Bialas hat für Artechock mit dem Nürnberger Kinomacher und Verleiher ein längeres Gespräch über das schon länger geplante Projekt geführt. Sorge, dass Filme dabei aus dem Kino eher herauskomplimentiert werden, hat er nicht: "Wenn ich einen Film schätze, will ich ihn […] schon so, dass es für bestimmte Filme gar keine Kinoorte mehr gibt. Wenn der Film dann wenigstens in einem digitalen Kinoraum zu sehen wäre, würde dies für den lokalen Besucher die Situation sogar verbessern. Aber es bleibt ambivalent. Ich möchte als Kinobetreiber und als Verleiher immer das Kino verteidigen, sehe aber eine Realität, die daran vorbeigeht. Ganz tolle Filme kommen in weiten Teilen Deutschland […] Karl Spiehs zum 90. Geburtstag. Besprochen werden die Amazon-Serie "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" (Freitag, Spiegel), der Netflix-Film "I Care a Lot" mit Rosamund Pike (ZeitOnline, Standard), die Netflix-Serie "Tribes of Europa" (FAZ), Patty Jenkins' neuer "Wonder Woman"-Film (SZ) und Dieter Kosslicks Memoiren "Immer auf dem Teppich bleiben" (FAZ). […]
Efeu 18.02.2021 […] findet es im NZZ-Interview zwar ebenfalls "bedauerlich", wenn die Filmkritiker bei der in diesem Jahr gespreizt stattfindenden Berlinale im März Filme besprechen müssen, die das Festivalpublikum erst im Juni zu Gesicht bekommt. "Aber wenn das Publikum von Filmen liest, die auf anderen Festivals Premiere haben, wird es sie auch erst Monate später sehen. Die Presse braucht es jetzt im März für den Filmmarkt […] Bahners dem Filmhistoriker David Thomson zum 80. Geburtstag. Besprochen werden Hafsia Herzis Debütfilm "You Deserve a Lover" und Adam Curtis' Found-Footage-Film "Can't Get You Out of My Head" (Perlentaucher), Radu Judes auf Mubi gezeigter Film "Uppercase Print" (Filmdienst), Sias Musikfilm "Music" (Tagesspiegel), Ian Samuels' auf Amazon gezeigter Zeitreisefilm "16 Stunden Ewigkeit" (FR), der Netfl […] Eigentlich würdigt Martin Scorseses in seinem großen Harper's-Text ja das Kino Fellinis. Aber auf die Gegenwart von Kino und Film kommt der New Yorker Regisseur auch zu sprechen. Insbesondere die Rede vom "content" stößt ihn ab, ein Wort, das mit dem Siegeszug der Streaminganbieter nun endgültig alles in sich vereint: Filmisches McDonalds und hohe Filmkunst gleichermaßen. "Das hat eine Situation geschaffen […]
Efeu 17.02.2021 […] mutiert ist. Jetzt ist das Resultat da und ZeitOnline-Kritiker Daniel Gerhardt nicht begeistert: "Die Cleverness, mit der der Film das verbliebene Leben auf den Straßen des weitgehend leblosen Los Angeles zeigt, fehlt ihm jedoch in allen anderen Belangen. ... Vielleicht hätte dieser Film auch eine Botschaft über pandemische Klassensysteme enthalten können, die sich nicht in der offensichtlichen Erkenntnis […] Covid-Exploitation-Film zu sein", schimpft auch Markus Keuschnigg in der Presse. Weitere Artikel: Christiane Peitz meldet im Tagesspiegel die bitteren Pandemie-Zahlen der FFA: 2020 wurden 80,5 Millionen weniger Tickets verkauft als im Jahr zuvor. Andeas Hartmann schreibt in der taz zur Lage des Berliner Videodroms, der besten Videothek der Stadt, die immerhin auch im Lockdown noch Filme verleihen darf […]
Efeu 16.02.2021 […] aus "Wonder Woman 1984" (Warner)Patty Jenkins' neuer "Wonder Woman"-Film kommt nun auch in Deutschland lediglich per Stream auf den Markt. FAZ-Kritiker Dietmar Dath hat seine Zweifel, ob es in diesem in den Achtzigern spielenden Film mit Emanzipation noch allzu weit her ist: "Ist das Popfeminismus? Zu der Zeit, in der dieser Film spielt, hießen amerikanische Spielfilmheldinnen 'Silkwood' (Meryl Streep […] selbst Mainstream." Klaus Lemkes neuester Film "Berlin Izza Bitch" ist zwar noch nicht zu sehen, SZ-Kritiker David Steinitz hat ihn vom Meister aber dennoch schon zugeschickt bekommen. Mal wieder zeigt sich Lemke darin als "unverschämt genauer Beobachter kleiner zwischenmenschlicher Komödien und Tragödien. Denn das Einzige, was er noch besser kann, als Filme zu drehen, ist herumlungern und beobachten […] weitermachen. Ihre Filme verdienen das. Ich frag den Fremden, was er macht. Schreiben. Was Schreiben? Er sagt: Ferdinand von Schirach.' Lemke zieht solche Begegnungen an wie ein Magnet. Wenn man mit ihm die Kantstraße in Berlin oder die Türkenstraße in München entlangspaziert, hat man nach einer halben Stunde mehr skurrile Begegnungen als sonst in einem Jahr." Um das Warten auf seinen neuen Film zu verkürzen […]