Stichwort

Freiheit

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9punkt 08.02.2021 […] Wissenschaftsfreiheit" (unser Resümee), weshalb sie die Freiheit der Wissenschaft gefährdet sieht und was ihr heute fehlt: "Ich wünsche mir, dass die gesellschaftliche Mitte geistig befruchtet wird. Es ist immer ein Problem gewesen, dass viele Intellektuelle früher eher links waren. Es fehlten Intellektuelle, die wie etwa Ralf Dahrendorf die Freiheit ins Zentrum stellten, streitlustig waren und neue Ideen […] ist immer noch Jürgen Habermas. Etwas Vergleichbares auf liberaler Seite haben Sie nicht. Sie finden in Deutschland nirgends prominent besetzte Lehrstühle, wo beispielsweise eine Ideengeschichte der Freiheit gelehrt wird. Sie haben eigentlich keine Tradition der liberalen Köpfe." Im Tagesspiegel möchte Gregor Dotzauer das Netzwerk liebend gerne an den rechten Rand rücken, indem er einzelne herauspickt […]
9punkt 07.12.2020 […] was an ihrer Vorstellung von Freiheit, ähm, verquer ist: "Man spürt offenbar seine Freiheit nur, wenn man sie wüst verwenden kann: Die Meinungsfreiheit ist erst zu spüren, indem man andere verletzen darf, die Konsumfreiheit, indem man in Benzinschleudern fahren kann, und die öffentliche Bewegungsfreiheit, indem man anderen ins Gesicht husten darf. Die liberale Freiheit der Wahl ist ja bereits ein recht […] recht enger Freiheitshorizont, aber hier verfinstert sich dieser noch autoritär. Solche Freiheit gebärdet sich als gefährliche Rücksichtslosigkeit, wenn wir die Schranke, die die anderen für uns sind, einfach durchbrechen wollen. In meinen Augen beruht diese Haltung darauf, dass wir den modernen Bürger nach dem Modell des Eigentümers konzipiert haben, der in seiner eigenen Domäne nach Belieben schalten […]
9punkt 01.12.2020 […] Der Philosoph Otfried Höffe denkt in der NZZ darüber nach, was Freiheit heute noch bedeuten kann, obwohl einige Hirnforscher seit dreißig Jahren behaupten, es gebe keine Freiheit. "Dem trete ich mit einem einzigen Argument entgegen, dem eines pragmatischen Widerspruchs. Obwohl freiheitsskeptische Hirnforscher die Freiheit unter einem Berg von Zweifeln begraben wollen, bleiben wir in unserem täglichen […] täglichen Leben davon so gut wie unberührt. Die Wissenschaftler verhalten sich nicht anders. Während ihre Äußerungen die Freiheit bestreiten, nehmen sie sie kräftig in Anspruch, was die Philosophie einen pragmatischen Widerspruch nennt." Thomas M. Eppinger kritisiert bei Mena-Watch die Voreingenommenheit der heutigen "woken" Linken für das Religiöse: "'Religionskritik' galt noch vor wenigen Jahren als linke […]
9punkt 25.11.2020 […] Der Liberalismus, will er für die Massen attraktiv bleiben, "muss weg vom Egoismus und hin zu einem auf Persönlichkeitsentwicklung basierenden umfassenden Verständnis von Freiheit", fordert der Volkswirtschaftler Martin Kolmar in der NZZ und plädiert für einen Freiheitsbegriff , der sich Anleihen beim Buddhismus sucht. Dort nämlich gelte: "Unfrei ist man, weil man die Konstruiertheit der Wahrnehmung […] Daraus entsteht Leid. Erst ein so radikal gedachter Liberalismus offenbart das Potenzial dieser Weltsicht sowohl für das Individuum als auch für die Gesellschaft. Das hinterfragte Leben schafft eine Freiheit, die so viel mehr ist als bloße Abwesenheit von äußerem Zwang. Sie schafft Spielräume für Kooperation, Solidarität und Mitgefühl, weil sie versteht, dass die Konflikte und Egoismen des Alltags Teil […]
Efeu 07.04.2020 […] Anlass einer ziemlich epischen Philosophie des Streetwears: "Freiheit, das ist die Essenz des Turnschuhs. Mit einem Turnschuh ist man frei von Zwängen des normalen ledernen Schuhwerks; frei, um jeden Bewegungsdrang uneingeschränkt auszuleben. In diesem Sinn bedient der Turnschuh sowohl das Konzept der positiven als auch der negativen Freiheit. ... Nicht bei allen 'Streetwear'-Artikeln ist die Zwanglosigkeit […] Zwanglosigkeit und Bewegungsfreiheit so immanent wie beim Turnschuh. Aber trotzdem schwingt es immer mit: ein sowohl nebulöses wie verführerisches Versprechen von Freiheit." […]
Magazinrundschau 21.08.2019 […] aufgrund von Vertrauensverlust, Schulausschluss, verlängerte Inhaftnahme, beschleunigte Gerichtsverfahren, Einzelrichter. Nur weil du dort warst und sie dich erwischt haben. Was für eine Freiheit also? Die Freiheit, sich sein Schicksal zu wählen." […] vermutlich um nichts mehr geht, nur noch um Kopf und Kragen, die wichtigsten, vielleicht die besten in unserem Leben sind. In Zeiten der Auszehrung nährt man sich lange von ihnen. Es ist die reine Freiheit (…) Niemand wird schlecht über dich sprechen, weil du dort nicht warst. Eher deswegen, weil du dort warst, und schon hat man sich für dich neue, bislang unbekannte Strafen ausgedacht: Auflösung des […]
9punkt 19.08.2019 […] gesetzt. Aber egal, wie man die Freiheit bekommt, als Geburtsrecht oder als Geschenk, am Ende zählt, was man daraus macht, erklärt Agnes Heller in ihrem Eröffnungsvortrag für das diesjährige Europäische Forum Alpbach, den sie noch kurz vor ihrem Tod verfasste und den die FAZ abdruckt. "Die Moderne ist auf Freiheit aufgebaut, allerdings, ich wiederhole es: Die Freiheit ist ein Fundament, das nicht fundiert […] müssen die Bürger dieser Staaten erkennen, dass die Sicherheit der Welt, von Gesellschaften und von zukünftigen Generationen von unserer Freiheit abhängt, genauer gesagt: von unserem Gebrauch der Möglichkeit zur Freiheit. Sie hängt vom Narrativ der politischen Freiheit ab, aber auch davon, für dieses Narrativ Verantwortung zu übernehmen." Außerdem: In der SZ fragt sich Felix Stephan, ob man den Hass […]
9punkt 28.03.2018 […] n einer 'freien' Kultur und freie Märkte - Moderne Kunst, Reality-TV, Zocken auf dem Aktienmarkt - und wenige politische Freiheiten haben kann. Unterdessen haben Länder wie die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich vorsätzlich die politische von ökonomischer Freiheit entkoppelt, glücklich, dass sie nicht nur 'Free-market'-Deals mit Regimes schließen können, die auf Menschenrechten herumtrampeln […] Seit dem Kalten Krieg ist es mit der Idee der Freiheit auch im Westen bergab gegangen, schreibt Peter Pomerantsev in American Interest. In den Fünfzigern konnte die Überlegenheit des Westens auch mit kulturellen Argumenten belegt werden: "Diese Verflechtung von Wahlfreiheit und Saxofon-Solos, Kapitalmärkten und abstraktem Expressionismus ist nun schlicht auseinander gefallen. Länder wie China und Russland […]
9punkt 11.05.2017 […] us und Demokratie ausgleichen kann, erklärt der Philosoph Christoph Menke im Interview mit der Zeit. Helfen könne nur noch eine Entzweiung der Freiheit in uns selbst. Gemeint ist die Freiheit des egoistischen Subjekts einerseits und die politische Freiheit andererseits, die uns das Allgemeine, die Gleichheit aller wollen lässt: "Der Liberalismus vergegenständlicht diese beiden Seiten. Das egoistische […] Beide Seiten werden im Liberalismus unfrei." Das würde sich erst ändern, "wenn die beiden Seiten ineinander eingreifen, einander herausfordern und verändern würden. Erst dann wären sie Momente der Freiheit." […]
9punkt 27.01.2017 […] Ostblock 1968, die entgegen der großen Mehrheit an die Freiheit glaubten. Und lernt aus dem Brief eines russischen Strafgefangenen über dessen Folter, wie sich die Dinge wiederholen: Ildar Dadin war "ins Gefängnis geworfen worden, weil er ganz allein Mahnwachen am Kreml abgehalten und gegen den Ukraine-Krieg protestiert hatte, 'für unsere und eure Freiheit'. Bei einer seiner Mahnwachen trug er ein Plakat […] 'Schweig! Und wenn sie morgen dich abholen, schweigt der Nächste!' Mein Land, das in den neunziger Jahren Atem geholt hatte, ist erneut im Sumpf von Angst und Schweigen versunken. Dem Bedürfnis nach Freiheit steht ein nicht minder starkes Bedürfnis nach Unfreiheit entgegen." […]
Magazinrundschau 28.12.2016 […] Studien zeigen, dass die Mehrheit der Ungarn Freiheit nie für wichtig hielt, so auch nicht um 1989 herum und auch nicht in den folgenden zwei Jahrzehnten. Der friedliche, konsensorientierte und elitäre ungarische Systemwechsel ermöglichte den Trugschluss, dass die ungarische Gesellschaft die Überzeugung der Eliten herzhaft unterstütze, wonach die Freiheit einen herausragenden Wert darstelle und wir […] wir im Rahmen der Demokratie eine funktionierende kapitalistische Wirtschaft erschaffen müssten. Doch das war nie so (...) Staatliche Fürsorge war den Ungarn stets näher als die Freiheit der Selbstverwirklichung. Jetzt sind wir soweit, dass die ungarische Gesellschaft nach noch mehr Sicherheit verlangt." […]