Stichwort

Grenzen

5 Presseschau-Absätze
9punkt 24.11.2015 […] Eine Grenze funktioniert nur dann, wenn auf beiden Seiten Frieden herrscht, lernt Arno Widmann in der FR beim Blick zurück auf den Limes, den berühmten Römischen Verteidigungswall. Und: "Die Umgebung des Limes wurde nicht entvölkert, damit die Grenztruppen freies Schussfeld hatten. Es gab auch keine Zonenrandförderung, damit das Leben an der Grenze nicht ganz erstarb. Die römische Verwaltung wusste […] wusste, die Grenze ist nur dann zu halten, wenn dort Menschen gerne leben. Die Grenze wurde in erster Linie nicht mit Palisaden und Mauern gesichert, sondern mit Städten und Dörfern, mit römischen Siedlungen, in denen römisch gelebt wurde: mit Bädern und Amphitheatern zum Beispiel. Aber auch zum Beispiel mit römischem Bürgerrecht." Volker Breidecker besucht für die SZ eine neue Gedenktstätte für die D […]
Magazinrundschau 05.10.2015 […] syrischen Rebellen und kurdische Kämpfer aus Kobane, aber auch Hipster aus dem Irak, Afghanistan und Pakistan. Sehr spannend beschreibt Abdul-Ahad, was sich in diesem Jahr geändert hat: Zum einen sind Grenzen nicht mehr dicht, die Türkei lässt Leute raus und Griechenland lässt sie rein. Zum anderen aber brauchen die Leute keine Schlepper mehr. Jetzt reichen 2.500 Dollar und ein Smartphone: "Die Mobilis […] der Exodus der Unterdrückten und Unglücklichen - auch wenn viele es noch immer sind -, sondern eine Pilgerfahrt der Jungen und Ausgebildeten aus der Mittelschicht. Der Zusammenbruch der europäischen Grenzen ärgert besonders zwei Gruppen von Leuten, die nichts lieber als die alte Ordnung wiederherstellen würden: die EU-Politiker und die Schlepper." (In der New York Review of Books sieht Hugh Eakin dagegen […]
9punkt 26.07.2014 […] In der NZZ improvisiert der Philosoph Georg Kohler über das Schweizer Grenzbewusstsein. Grenzen braucht man, aber man verletzt sie auch gern, oder verändert sie, meint er. Stichwort Globalisierung. Dann wird es kulinarisch: "Die Durchlässigkeit und osmotische Funktion von Diätgrenzen zeigt sich im Gegenzug zu Wurst- und Röstiklüften am transalpinen Vormarsch von Dönerbuden, Pizzarestaurants und Gr […] higen Küche, die erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, mit Arbeitsmigranten aus dem Süden und aus der amerikanischen Populärkultur, in die Ethnien der Kartoffelesser eingebrochen sind. Grenzen sind da, um verschoben zu werden, aber sie sind ebenso Membrane des Austauschs". Außerdem: Martin Meyer denkt in der NZZ über einen Essay des Philosophen Mark Lilla nach, der kürzlich im New Republic […]