Stichwort

Heinrich Heine

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Im Schatten des Sinai

Essay 21.02.2013 […] Was man seit alter Zeit den "Zaun um die Tora" nennt und in jüngeren Tagen den Normenzaun um das jüdische Volk genannt hat, ist nichts anders als das Ergebnis aus der Anwendung des Sinai-Schemas auf das ethnische Substrat des Exodus-Volks, zu dem später - namentlich bei der Versammlung von Sichem[21] - eine Reihe von Nicht-Exodus-Stämmen hinzutraten.[22] Diese historisch imponierenden Effekte der Selbsteinzäunung des Judentums durch Schriftfrömmigkeit und Gesetzesgehorsam sind es, die Heinrich Heine zu der so eleganten wie tiefen Bemerkung inspirierten, für die Juden der Diasporazeit sei die Bibel ein "portatives Vaterland"[23] gewesen. […] Von Peter Sloterdijk

Die Möglichkeit des Romans

Essay 29.10.2007 […] "Die größte Satire gegen die menschliche Begeisterung" nannte Heinrich Heine den Don Quijote, aber geschrieben werden konnte sie nur von einem, der selbst begeistert war, jener Welt der Ehre, Bildung und Leidenschaft noch angehörte, die er verabschiedete.So wenig wie der Don Quijote, in dem sich gegen den Trend der damaligen Zeit keinerlei anti-absolutistischen oder anti-katholischen Klänge finden, sind Mosebachs Werke progressiv. […] Von Navid Kermani

Die Perlentaucher-Affäre oder die FAZ als Waffe

In eigener Sache 10.07.2007 […] Er konstatiert eine Konzentration des Schulunterrichts auf die problematischen Seiten der deutschen Geschichte und schlägt zur Behebung dieses Problems unter anderem vor, im Deutschunterricht wieder mehr Schriftsteller aus der Tradition deutscher "Sonderwinkelhaftigkeit" wie Jean Paul oder Hölderlin zu lehren - und nicht allein Schriftsteller wie Heinrich Heine oder Tucholsky, denen Deutschland ein Wintermärchen war. […] Von Thierry Chervel
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