Stichwort

Tony Judt

82 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 6
Magazinrundschau 26.04.2012 […] Opfer gerade zu rücken: "Monroes Leid wird zu der Geschichte, die Amerika von sich selbst nicht erzählen will: 'Amerika verleugnete seinen Schmerz, sich zu erinnern war nicht angesagt.' (Indem er Tony Judt vorweg nimmt, begreift Arthur Miller die Gedächtnisverweigerung einer Nation als profund mit deren reaktionären Politik verknüpft). Nur in "Versuchung auf 809" (1952) und "Niagara" (1953) war es Monroe […] auf die Sexualität einer verrückten und/oder mörderischen Frau abschieben konnte." Eric Hobsbawm erinnert sich recht versöhnlich an seinen "brillianten Feind", den 2010 verstorbenen Historiker Tony Judt, dessen letztes Buch, der Gesprächsband "Thinking the 20th Century", kürzlich posthum erschienen ist. Perry Anderson würdigt den Kulturhistoriker Carlo Ginzburg anlässlich einer neuveröffentlichen […]
Feuilletons 11.02.2011 […] Hatje Cantz in Insolvenzgefahr geraten konnte. Über den architektonisch gelungenen Erweiterungsbau des Wormser Stadttheaters freut sich Laura Weissmüller. Katherine Fleming würdigt den verstorbenen Tony Judt als großen und furchterregend konzentrierten Leser. Claus Leggewie fragt mir Blick auf Judts letztes Buch "Dem Land geht es schlecht", ob es noch Chancen für eine soziale Demokratie gibt, wo sich […] Mauricio Kagels "Aus Deutschland" in Freiburg, einmal als Gegenstand des Dokumentarfilms "Die singende Stadt" von Vadim Jendreyko, das neue Bright-Eyes-Album "The People's Key" und Bücher, darunter Tony Judts Vermächtnis "Dem Land geht es schlecht" sowie - von Christopher Schmidt harsch kritisiert - Arno Geigers Vaterbuch "Der alte König in seinem Exil" (mehr dazu in der Bücherschau ab 14 Uhr). […]
Magazinrundschau 22.10.2010 […] Der Journalist Benedek Varkonyi würdigt den im August verstorbenen britischen Tony Judt als einen Historiker, der wusste, dass das Vergangene nicht tot, sondern jeder seiner Momente in unserer Gegenwart präsent ist. Judt lebte an der Schnittstelle zwischen abgeschlossener Vergangenheit und lebendiger Welt - und somit an jenem neuralgischen Punkt, vor dem sich viele Historiker drücken, weil er so unangenehm […] langen Debatten der Historiker über die Geschichte, wissen wir, dass es die 'einzige Vergangenheit' nicht gibt. Es gibt keine abgeschlossene Welt, sondern nur eine, die sich ständig verändert. Und Tony Judt zeigt uns solch ein sich stets veränderndes Bild von Europa. ... Er ist ein Historiker, dem die Vergangenheit dazu dient, etwas über die Gegenwart auszusagen. Wenn es eine philosophische Quintessenz […]
Feuilletons 09.08.2010 […] Gleich zwei Nachrufe bringt der Guardian zu Tony Judt. Geoffrey Wheatcroft feiert (neben anderen Lebensleistungen) sein Engagement gegen Israel. Peter Kellner schreibt (unter dem gleichen Link): "To those who did not know him well, Tony Judt was a bundle of contradictions: an idealist who could be scathingly critical of those who shared his ideals; a Jew, immensely proud of his heritage, who came to […] to be hated by many Zionists; a very European social democrat who preferred to live in America." Für Europa lehnte Tony Judt die Idee der Aufgabe von Nationalstaaten ab, heißt es im Nachruf der Jerusalem Post: "Judt was extremely pessimistic about attempts to create a politically homogeneous Europe devoid of borders and cultural distinctions. For Israel, by contrast, the time has come to 'move on […]