Stichwort

Krieg

6 Presseschau-Absätze
Magazinrundschau 22.11.2018 […] Tief deprimiert taucht der Historiker Christopher Clark aus zwei Büchern auf, die sich mit den Kriegen der Zukunft befassen, "The Future of War" von Lawrence Freedman und Robert H. Latiffs "Future War": "Es ist schwer, nicht von der Erfindungsgabe der Waffenexperten in ihren Untergrundlabors beeindruckt zu sein, aber auch schwer, nicht an der Art und Weise zu verzweifeln, wie ein solcher Einfallsreichtum […] ethischen Imperativen abgekoppelt ist. Und man kann nicht umhin, sich von der kühlen, zustimmenden Prosa beeindrucken zu lassen, in der die Experten der Kriegsstudien ihre Argumente abfassen, als ob Krieg eine menschliche Notwendigkeit wäre und immer sein wird, ein Merkmal unserer Existenz, so natürlich wie die Geburt oder die Bewegung von Wolken. Ich erinnerte mich an eine Bemerkung des französischen […]
Magazinrundschau 28.06.2018 […] Kriegsschauplatz werden, ist es wichtig, sich die Risiken vor Augen zu halten, und zwar nicht für Amerikas strategische Position, sondern für die gesamte Menschheit. Ein russo-chinesisch-amerikanischer Krieg im All könnte ohne weiteres zu einer stark beschädigten globalen Ökonomie führen, einer unbrauchbaren Infrastruktur und einem von den Fragmenten pulverisierter Satelliten ummantelten Planeten, was im […] gefunden haben, uns dessen zu entledigen. Im Nachspiel eines solchen Konflikts könnte es Jahre dauern, bevor wir neue Satellitenformationen im Orbit platzieren könnten. Die Vorbereitungen für einen Orbit-Krieg haben beim US-Militär rasch Priorität gewonnen. Doch viel dringender wäre es, herauszukriegen, wie er sich verhindern lässt." […]
Magazinrundschau 08.06.2018 […] wieder furchtlos von Russlands Kriegen erzählt hat. Eurozine hat jetzt als Hintergrundinformation ein Interview mit Babtschenko ins Englische übersetzt, das dieser 2008 dem belgischen Magazin La Revue Nouvelle gegeben hatte. Darin spricht er über das, was ihn am meisten geprägt hat: seine Erfahrungen als russischer Soldat im Tschetschenienkrieg: "Die Wahrheit ist, dass Krieg wirklich eine Droge ist, ein […] denn sobald du das tust, ist dein ganzes Wesen verseucht. Wir haben noch nichts erfunden, das diese Krankheit heilt ... Krieg ist überall eine Droge: Irak, Algerien, Falkland, Afghanistan, Erster Weltkrieg, Zweiter Weltkrieg - alles die gleichen Alpträume. Ich weiß, dass diese Kriege anders sind, aber die Albträume, die den Schlaf ehemaliger Soldaten heimsuchen, sind dieselben: Sie wissen, dass sie töten […]
Efeu 19.01.2016 […] gefordert werde, wie sie hier Roger Norrington mit Mahlers Neunter vorführt. Bei den teils martialischen Klängen und kultur- wie musikwissenschaftlich unterfütterten Debatten beim Berliner Festival "Krieg singen" ließ es sich bestens über den Stand der Dinge im Verhältnis zwischen Musik, Gewalt und Agitation nachdenken, schreibt Philipp Rhensius in der FAZ: Denn "wenn das Nachdenken über Musik und Gewalt […] die Dialektik der Welt zu erkennen: Alles vermeintlich Schöne und Wahre kann hässlich und falsch sein. Die Aussage des Medientheoretikers Friedrich Kittler, nach der Diskotheken 'die Jugend auf einen Krieg vorbereiten', ist längst Wirklichkeit geworden. Das ist beängstigend, könnte aber gerade heutzutage dabei helfen, achtsamer zu sein." Für die taz war Robert Miessner bei der Veranstaltung. Für die Jungle […]
9punkt 04.12.2015 […] Begeistert kommt taz-Autor Ambros Waibel aus der Ausstellung "Krieg - Eine archäologische Spurensuche" in Halle, die die Geschichte des Krieges aus archäologischen Funden rekonstruiert. Hauptausstellungsstück ist ein Massengrab aus der Schlacht bei Lützen unweit von Halle im Jahr 1632. Aber die Idee ist schon ein bisschen älter: "Überhaupt - der Kopf. Durch die Jahrtausende der Gemetzelgeschichte erweist […] l einen bedeutsamen Paradigmenwechsel dar: "Der 46-Jährige ist einer der klügsten Vertreter einer Generation deutscher Historiker, von denen einige zwar den zentralen Stellenwert der Erinnerung an Krieg und Nationalsozialismus (noch?) nicht infrage stellen, den Holocaust und seine Vorgeschichte aber zur Erklärung der Gegenwart nicht mehr für zentral halten. Das 'Entschwinden des 20. Jahrhunderts' nennt […]