Stichwort

Literaturbetrieb

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Durch und durch korrupt

Im Kino 18.02.2015 […] zwei filmische Annäherungen an das magnum opus "Gravity"s Rainbow"; aber doch die bisher aufwändigste, die erste, die den Versuch unternimmt, die Prosa des großen Unbekannten des amerikanischen Literaturbetriebs in eine mit dem Alltagsbetrieb des Kinos kompatible Form zu übersetzen. Pynchons Bücher galten bislang nicht nur aufgrund ihrer komplizierten bis offen schwachsinnigen Narrative als unverfilmbar; […] Von Lukas Foerster, Nikolaus Perneczky

Schwarzer Gürtel in Charme

Mord und Ratschlag 22.09.2014 […] clever, voller Tempo, unglaublich spannend - und wahnsinnig ausgefeilte Metafiktion. Richtiges Studentenfutter, könnte man meinen, aber Burke nimmt mit diesem Roman nicht nur den Kriminalroman, den Literaturbetrieb und die Intelligenzija aufs Korn, sondern auch gleich noch Autoren, die mit solchen Büchern ihre locker-flockige Überlegenheit unter Beweis stellen wollen, und nicht zu vergessen die Leser, die […] Von Thekla Dannenberg

E-Book und Urheberrecht: Sind die Autoren endlich aufgewacht?

Redaktionsblog - Im Ententeich 12.09.2013 […] qualitativ hochwerte Fantasy. Den sogenannten Literaturbetrieb berührt das E-Book offenbar nicht. Papier scheint das adäquate Trägermedium für Bücher jenseits des Mainstreams zu sein und die netten Buchhändler um die Ecke die Dealer für diesen Stoff, während die flüchtige Unterhaltungsliteratur auf E-Readern spurlos weggelesen wird. Der Literaturbetrieb hat seinen eigenen Kreislauf. Er besteht aus […] Von Wolfgang Tischer

Der Kitt und die Losigkeit

Essay 24.05.2013 […] Zukunft des Literaturbetriebs als Gemeinschaft lässt sich also vermutlich nicht länger im Bild einer Zwangsgemeinschaft vorstellen. Um eine Alternative nicht gleich als Hirngespinst entlarven zu lassen, lohnt die Auseiandersetzung mit der sinnstiftenden Idee, die einst jedenfalls den Literaturbetrieb getragen haben soll. Das leistet unter anderem eine Geschichtsschreibung des Literaturbetriebs, die be […] Den Literaturbetrieb gibt es nicht mehr. Manche fragen sich gar, ob es ihn überhaupt je gegeben hat. Literaturbetrieb hieß bislang: Bücher. Und jetzt: Literatur und literarische Kreativität. Heute wird nicht mehr mitgeteilt, es wird geteilt: Teilen selbst bedeutet nichts, es ist auch schlicht nichts. Es kommt nur darauf an, dass und was weitergegeben wird. Im Nachhinein und vor allem von außen betrachtet […] betrachtet erscheint der Literaturbetrieb fest gefügter als er es zu seiner vermeintlichen Blütezeit je gewesen ist. Je deutlicher wird, dass sich die Bedingungen literarischer Öffentlichkeit verändern, umso mehr wollen die Betriebsratsvorsitzenden an den Resten der alten Strukturen festhalten. Anstatt jedoch ausschließlich Mängel und Fehlentwicklungen zu beschreiben - so zutreffend diese Beschreibungen […] Von Guido Graf

Das Nächste, bitte!

Essay 27.09.2012 […] veranstaltet die Kulturstiftung des Bundes in Berlin mit "LitFlow" einen "Thinktank für die nächste Literatur". Die eingeladenen Expertinnen und Experten kümmern sich hier nicht um das, was es im Literaturbetrieb schon gibt. Sie rechnen die neuesten Entwicklungen des Internet hoch, um Auskunft von den Bedingungen und Möglichkeiten der Literatur der nächsten Jahre und Jahrzehnte zu geben. Dabei sollen sie […] nicht. Aber so unsicher wie jetzt war es wohl noch nie. Disruptive Innovationen Tatsächlich haben die Neuerungen, die sich durch die Weiterentwicklung des Internet ergeben, für den gesamten Literaturbetrieb etwas zutiefst Verstörendes. Ökonomen nennen so etwas "disruptive Innovationen". Die zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich nicht langsam und einigermaßen berechenbar etablieren. Disruptiv sind […] noch in der alten Buchkultur gemacht hat. Der Siegeszug der eBooks Ökonomen raten etablierten Unternehmen, im Falle disruptiver Innovationen früh genug auf solche Verschiebungen zu achten. Im Literaturbetrieb werden solche Ratschläge allerdings immer noch gern überhört. So hat man zuerst gehofft, dass die Einführung der eBooks noch lange auf sich warten lässt. Kaum waren die Lesegeräte auf dem Markt […] Von Stephan Porombka