Stichwort

Russische Avantgarde

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Magazinrundschau 12.11.2019 […] Andrei Rubljow, Die Dreifaltigkeitsikone, 1411/25. Tretyakov Gallery, Moskau. Bild: WikipediaIn Eurozine erzählt Clemena Antonova, wie sich die russische Avantgarde um 1913 eine neue Genealogie erfand. Alles begann mit der Wiederentdeckung der Ikone, die "so bedeutsam war, so tief empfunden und lebensverändernd, dass sie mit der Wirkung verglichen werden kann, den die Entdeckung des französischen […] und der Besonderheit seiner Kunst und Kultur." Mit dieser Abwendung vom Westen hin zu einem neuen Nationalismus standen die Russen in Europa nicht allein. "Die Botschaft war unverkennbar - die russische Avantgarde, die bis zu diesem Zeitpunkt als Zweig der westlichen Moderne angesehen wurde, verkündete laut und deutlich ihre Zugehörigkeit zu ihrer ursprünglichen künstlerischen Tradition der Ikone." […]
Efeu 01.08.2014 […] so, für Moskau sind die Ukraine und die ukrainische Kultur also schon immer eigentlich russisch gewesen? Da kann Felix Philipp Ingold nur lachen. Er erinnert in der NZZ daran, dass die ganze russische Avantgarde aus der Ukraine (Malewitsch, Tatlin, Kandinsky, Delaunay, Gogol, Babel, Bulgakow), Weißrussland, den baltischen Staaten und Polen (Eisenstein, Lissitzky, Chagall) kam. Ohne Gogol etwa hätte […] keinen Dostojewski, keinen Belyi und keinen Pilnjak gegeben. "Noch mehr gilt dies für die Revolution der Künste und die daraus erwachsene Kunst der Revolution, die man weiterhin pauschal der "russischen" Avantgarde zuschlägt und die auf die Jahre 1910 bis 1930 datiert werden. Die im Umbruch begriffene russische Kulturszene wurde damals von ukrainischen Kunst- und Literaturschaffenden nicht nur unterstützt […]