Stichwort

Sperrfristen

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Feuilletons 12.02.2009 […] Christof Siemes hält zur Klage des Rowohlt Verlag gegen den Spiegel wegen dessen Vorabrezensionen zu Daniel Kehlmanns Roman "Ruhm" fest, dass die Sperrfrist vor allem das Marketingkonzept der Verlage schützen soll: "Hier ein Vorabdruck, der die (Kauf-) Lust der Leser auf das ganze Werk befeuern soll, dort eine Homestory, die den Autor im besten Licht zeigt, schließlich das Vorabinterview, in dem Kehlmann […] und avanciertesten hält. Der Autor als sein eigener Kritiker: Vielleicht sollte das Landgericht Hamburg, vor dem die Klage verhandelt wird, zunächst prüfen, ob nicht Kehlmann selbst als Erster die Sperrfrist gebrochen hat." Vor allem starke Frauenfiguren hat Katja Nicodemus bisher auf der Berlinale gesehen und als schönsten und schrecklichsten Film "Katalin Varga" von Peter Strickland. Diedrich Diederichsen […]
Feuilletons 07.02.2009 […] Im Umblätterer befasst man sich mit dem kommenden Prozess zwischen Rowohlt und Spiegel wegen Durchbrechung der Kehlmann-Sperrfrist. Aber war Volker Hages Artikel denn eine Kritik oder ein Porträt? Das Gericht wird sich mit den journalistischen Genres beschäftigen müssen. meint Marcuccio im Umblätterer: Und "ausgerechnet (der symbolisch angeklagte) Volker Hage könnte vom Gericht nun als Sachver­ständiger […] seiner selbst herangezogen werden. Für den August ist bei Suhrkamp nämlich sein Kompendium über 'das breite Spektrum journalistischer Beschäftigung mit Literatur' angekündigt." Zum Phänomen der Sperrfristen meinte bereits am 4. Februar Thomas Knüwer in Indiskretion Ehrensache: "Es wird Zeit, dass Medien mehr Selbstbewusstsein zeigen und sich nicht von der PR vorschreiben lassen, wann sie über was zu […]