Stichwort

Srebrenica

75 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 5
9punkt 28.07.2020 […] Massakers von Srebrenica, schreibt Krsto Lazarević in der Jungle World. Besonders interessant ist der kleine Hops Jürgen Elsässers vom einen zum andern Ende des Hufeisens: "Jürgen Elsässer gehörte in den neunziger Jahre zu jenen radikalen Linken, die sich auf die Seite serbischer Kriegsverbrecher stellten und behaupteten, dass es sich bei vielen Bosniaken, also den Opfern des Genozids von Srebrenica, um Islamisten […] radikalisierte seine Positionen schrittweise. Schrieb er noch 2002 in der Konkret, dass es wahrscheinlich 2.000 bis 3.000 Tote in Srebrenica gegeben habe, reduzierte er seine Einschätzung 2003 im Freitag auf 1.500 Opfer. In der Jungen Welt schrieb er bereits 2004 vom 'Srebrenica-Mythos'. Je offenkundiger das Ausmaß der Massaker wurde, umso mehr bagatellisierte Elsässer den Massenmord. Solche Texte verfasste […]
9punkt 11.07.2020 […] Vor 25 Jahren fand in Srebrenica das größte Massaker in Europa nach 1945 statt, 8.300 muslimische Bosniaken - vom Kleinkind bis zum Greis - wurden damals von serbischen Milizen ermordet. Dass die UNO damals so versagt hat, lag weniger an den niederländischen Blauhelmen als an einzelnen Staaten wie Frankreich, den USA oder den Deutschen, die nicht bereit waren, für Srebrenica einen Krieg zu führen, […] destruktiven Zerfallskriegen begann, fand sich das übrige Europa in der Euphorie nach dem Mauerfall, und als Srebrenica fiel, verhüllte Christo den Reichstag, man feierte und tanzte. Krieg? Das passte nicht zur Stimmung. Europa sah zu und verdrängte. Erst nach den Massakern von Srebrenica intervenierte die Nato, und nur auf Drängen von Amerikas Außenministerin Madeleine Albright." In der NZZ erinnert […]
9punkt 09.07.2020 […] Wenn sie Kriegsverbrecher als Kriegshelden bejubeln. Wenn sie die Überlebenden von Srebrenica verhöhnen, die bereit sind, ihre Hand zur Versöhnung auszustrecken. Die Sprache des Hasses und der Unversöhnlichkeit wurde in den letzten Jahren sogar wieder stärker." Und letztlich hatte die serbische Politik Erfolg: "Srebrenica und Zepa sind heute Teil der sogenannten Republika Srpska. Die Resultate der ethnischen […] Bitter liest sich die Erinnerung des taz-Korrespondenten Erich Rathfelder an das Massaker von Srebrenica, das vor 25 Jahren stattfand und das nur der Höhepunkt einer Genozidpolitik war - es sind allerdings nur bosnische Serben dafür vor Gericht gestellt worden, die Drahtzieher aus Serbien kamen davon, so Rathfelder: "EU-Politiker schweigen dazu, man fordert lieber von den Opfern, sich mit den Tätern […]
Efeu 04.11.2019 […] Namen', nämlich 22.472 Personen. Und davon waren wiederum 15.400 Zivilisten, also 68,5 Prozent. Der Genozid in Srebrenica 1995 war der Abschluss der vorangegangenen Verbrechen. Viele Menschen, die ihm zum Opfer fielen, waren zwei, drei Jahre zuvor aus den Dörfern rundherum in die Stadt Srebrenica geflohen, die als Schutzzone fungieren sollte." Weiteres: Wie aktualisiert man Klassiker? Und soll man das […] vonstatten, weil der Abbruch der alten Ordnung in der Sprachkritik gut aufgenommen werden konnte im neuen Ziel des 'Findens', das seither Handkes Werk ausrichtet." Handkes Darstellung des Massakers in Srebrenica als Racheaktion nach vorangegangenen Gewalttaten ist falsch, schreibt Adelheid Wölfl im Standard: "Kriminelle, die in Serbien aus dem Gefängnis entlassen worden waren und Freischärler hatten bereits […]
Efeu 30.10.2019 […] Alida Bremers Perlentaucher-Essay über den "Irrläufer" Peter Handke und seine späten Relativierungen des Massakers von Srebrenica (von denen er sich in einer Erklärung jetzt distanzierte, mehr hier) hat im Netz eine lebhafte Debatte ausgelöst. Vielfach wird Handke, gerade auch von Autoren, die sich der Linken zurechnen, verteidigt, etwa von dem Blogger Bersarin (hier). Der Ahriman-Verlag, in dem die  […] die  Ketzerbriefe erscheinen, verwahrte sich ohne Nennung von Bremer oder Perlentaucher gegen jegliche Vorwürfe. Das Srebrenica-Thema läuft dort unter der streng wissenschaftlichen Bezeichnung "Lügen-Auschwitz der NATO". Aber dieses Thema ist, wie Alida Bremer in ihrem Essay sagt, ein "links-rechtes". Handkes Beziehungen zur extremen Rechten sind jedenfalls so alt wie die Jugoslawien-Debatte selbst […] Ketzerbriefen Fragen: "Warum spricht er überhaupt mit einer solchen Zeitschrift? Warum mit diesen Publizisten, die seit Jahren verschwörungstheoretisches Gedankengut verbreiten, auch und gerade über Srebrenica?" Außerdem: In der Zeit findet Jens Jessen die Handke-Kontroverse alles in allem "beunruhigend" und listet auf, zu welchen verdienten Klassikern man heute nicht mehr greifen dürfte, würde man sich […]