Stichwort

Stasi

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9punkt 13.12.2019 […] Der Befund von Marianne Birthler und Ilko-Sascha Kowalczuk über die Stasi-Tätigkeit von Holger Friedrich mag entlastend oder "wohlwollend" ausgefallen sein, schreiben Christian Meier und Uwe Müller in der Welt, begründen aber ihre Zweifel: "Die Opferakte und die Täterakte beschreiben zwei Seiten einer Person, die aber in dem dort jeweils vermittelten Bild unterschiedlich ausfallen - beide Perspektiven […] Ähnlich sieht das auch Hubertus Knabe, der auf seinem Blog bereits Ende November die Akte "Bernstein" analysierte: Die neue Form des Ablasshandels:Man engagiert sich einen Aufarbeiter, gibt ihm einige #Stasi-Unterlagen und lässt sich dann beschenigen: Alles halb so schlimm. Für echte Transparenz hätte nur gesorgt, wenn #HolgerFriedrich die ges.Akte veröffentlicht hättehttps://t.co/ITU2d2PD3A- Hubertus Knabe […]
9punkt 23.11.2019 […] gesprochen, Herausgeber der Berliner Zeitung, bei der er schon einmal Chefredakteur war und die "Maierschen Säuberungen" einiger ehemaliger Stasi-IMs zu verantworten hatte. Nun wurde bekannt, dass der neue Eigner der Zeitung, Holger Friedrich, ebenfalls Stasi-IM war, auch wenn er beteuert, niemandem geschadet zu haben. Heutzutage sei Maier zwar versöhnlicher, schreiben Nabert und Kretschmar: "Doch […] aus der Affäre hervorgehen. Nicht unbedingt, weil er der Stasi zulieferte, sondern vielmehr, weil er diesen Teil seiner Biografie nicht von sich aus öffentlich machte." Im Interview mit Birgit Baumann vom Standard verteidigt Maier den Eigentümer der Berliner Zeitung: "Friedrich hat länger im neuen Deutschland gelebt als in der DDR. Die Stasi war nur eine Mini-mini-Episode, nicht einmal zwei Jahre. […] Er war Schlosser, Physiker, Software-Unternehmer und McKinsey-Partner. Er hat in einer äußerst schwierigen Lage glaubwürdig reagiert. Er hat die Redaktion bestärkt, dass die ehemalige Leiterin der Stasi-Unterlagen-Behörde, Marianne Birthler, und der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk die Angelegenheit untersuchen." […]
9punkt 19.11.2019 […] wegen seiner Stasi-Vergangenheit in die Schlagzeilen geratenen IT-Unternehmers, Zugriff auf die Daten von Millionen Berlinern zu bekommen, wird nie Realität." Für Friedrich vielleicht etwas peinlich, präsentiert die Berliner Verwaltung ihre Pressemitteilung dazu ausgerechnet auf berlin.de. Mehr zum Thema auch bei Spiegel online, wo auch berichtet wird, dass die frühere Leiterin der Stasi-Unterlagen-Behörde […] Behörde, Marianne Birthler, und der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk bei der Aufarbeitung der Stasi-Akten Friedrichs behilflich sein werden. Daniel Bouhs berichtet bei Zeit online, dass Friedrich unter anderem wegen der schnellen Entrümpelung der Website der Zeitung durchaus noch Rückhalt bei der Belegschaft genießt. (Via turi2) Jahrelang haben sich die Zeitungen vehement gegen Subventionen verwahrt […]
9punkt 18.11.2019 […] Im Gespräch mit Verena Mayer von der SZ hält Michael Maier, Herausgeber der Berliner Zeitung, dem jetzigen Besitzer Holger Friedrich zugute, dass er sehr jung war, als er von der Stasi angeworben wurde (unser Resümee) und dass er wegen des Vorwurfs der versuchten Republikflucht erpressbar war: "Den Schaden abzuschätzen, ist schwierig, ohne die Betroffenen zu kennen. Friedrich war jung, er war in der […] Friedrichs aufbringen - allerdings müssten seine Aussagen noch überprüft werden - , aber er hält auch fest: "Diese schwierige Situation zumindest hätte Friedrich - wie so viele einstige Mitarbeiter der Stasi - verhindern können: durch eigene Offenbarung, durch Reue und Einsicht, auch durch die Bitte ums Verzeihen und Empathie für die Opfer. Von Holger Friedrich war dies alles bisher nicht zu vernehmen. […]
9punkt 16.11.2019 […] hat als IM für die Stasi gearbeitet. Das gab Friedrich, nachdem die Welt am Sonntag ihre Recherchen in Auszügen veröffentlichte, in einer Stellungnahme zu. In der taz berichtet Alexander Nabert ausführlicher, dass die Akten den Verleger demzufolgen schwer belasten: "Demnach soll er während seines dreijährigen Wehrdienstes bei der Nationalen Volksarmee (NVA) über Kameraden an die Stasi berichtet haben […] einige der Betroffenen seien auf Grundlage der Berichte 'Maßnahmen' durch die Stasi verfügt worden. 'Er belastet in den Gesprächen Personen aus seinem Umgangskreis', zitiert die Welt am Sonntag eine schriftliche Beurteilung Friedrichs durch seinen Führungsoffizier. Von Dezember 1987 bis Februar 1989 soll Friedrich mit Stasi-Offizieren zu konspirativen Treffen zusammengekommen sein." Holger Friedrich […] Friedrich hat in der Berliner Zeitung den Fragenkatalog der WamS und seine Antworten veröffentlicht. Darin erklärt er unter anderem, dass er von der Stasi zu einer Mitarbeit gepresst worden war: "Ich wurde unter dem Verdacht der Republikflucht von der Militärabteilung der Staatssicherheit verhaftet. Da ich zu diesem Zeitpunkt Militärangehöriger war, stand zudem der Vorwurf im Raum, Fahnenflucht zu begehen […]
9punkt 11.10.2019 […] Rechtsextremismus, einst langjährige Stasi-Mitarbeiterin (Unser Resümee), von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin-Brandenburg eingeladen wurde, um über das Verhältnis der DDR zu Israel zu sprechen, findet Hubertus Knabe in der NZZ absurd. Er erinnert in diesem Zusammenhang an die Israelfeindlichkeit der DDR: "Schon Anfang der 1950er Jahre verhaftete die Stasi eine Reihe hochrangiger Funktionäre […] zum Alltag in der DDR. Gern wurde der jüdische Staat dabei mit Hitler-Deutschland verglichen - etwa wenn das 'Neue Deutschland' 1982 titelte: 'Israel betreibt die Endlösung der Palästina-Frage.' Die Stasi schrieb sogar Drohbriefe an Überlebende des Holocausts in der Bundesrepublik. Und sie kooperierte mit westdeutschen Rechtsterroristen, die sie in der DDR untertauchen ließ. Sie sorgte schließlich auch […]