Stichwort

TAZ

4036 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 270
9punkt 26.07.2019 […] Karl-Heinz Ruch, der eigentliche Chef der taz, geht in den Ruhestand. Er war der Kopf hinter der Genossenschaftsgründung und hat der taz ein neues Haus gebaut. Im Interview mit Ulrike Simon bei Horizont antwortet er auf die Frage, ob er heute nicht mehr links sei: "Immer weniger. Die Linken gehen mir zunehmend auf die Nerven. Die fordern bloß, aber machen nichts. Das ist nicht meine Vorstellung von […] von Gesellschaft. Die genossenschaftliche Idee der taz ist ja auch keine originär linke, sondern kommt aus dem Unternehmertum." Immer öfter kommen gerade bei Kurzmeldungen Schreibprogramme, sogenannte "Roboterjournalisten", zum Einsatz, schreibt Adrian Lobe in der SZ und fragt sich: Wer haftet für die nicht selten folgenreichen Fehler, die den Programmen unterlaufen? Der Verlag, der Softwarehersteller […]
9punkt 27.09.2018 […] gingen 43 Arme hoch für Berlin, 30 für Frankfurt. Es gab Wut und Tränen bei Unterlegenen." Die heutige taz wird von Veteranen der Gründungs-taz bestritten. Unter anderem moderieren im Jubi-Dossier Max Thomas Mehr und Hannes Winter ein Gespräch mit Daniel Cohn-Bendit und Martin Schulz. Und die taz arbeitete damals mit modernster Technik, erinnert sich der damalige Techniker Dieter Metk: "Ganz neu waren […] es auch kein Thema." Matzat kritisiert am Ende die Weigerung der meisten deutschen Medien, eigene Fehler von sich aus benennen und zu thematisieren. Michael Sontheimer erinnert an die Gründung der taz vor vierzig Jahren. (Eigentlich erschien sie dann ab 1979.) Die ersten Initiaitiven hatte es in Frankfurt gegeben. "Christian Ströbele, der spätere Geschäftsführer Kalle Ruch und andere Berliner erklärten […]
9punkt 19.09.2018 […] Die taz wird ja vierzig. Isabell Hülsen und Alexander Kühn vom Spiegel haben darum neulich die taz besucht und eine dieser launigen Reportagen für den Medienteil geschrieben. Die taz hat was zu mäkeln: "Vier Menschen haben die Ehre, im Text mit Namen vorgestellt und direkt zitiert zu werden. Darunter: vier Männer, null Frauen", schreibt Dinah Riese in der taz. Dabei sei Hülsen sogar Mitbegründerin […] der Initiative "Diverse Media": "taz-Chefredakteur Georg Löwisch habe den 'Makel des falschen Geschlechts' wettgemacht, indem er zwei Frauen als Stellvertreterinnen in die Chefredaktion geholt habe, schreiben sie. Wie sie heißen - Barbara Junge und Katrin Gottschalk - war nicht der Erwähnung wert." […]
9punkt 18.09.2018 […] der Leser-Partizipation selten ausgeschöpft werden." Der taz-Geschäftsführer Kalle Ruch ist der einzige in der deutschen Verlegerszene, der ernst macht und die Printzeitung abschaffen will, berichtet Jens Twiehaus bei turi2. Ruch stellte gestern das neue taz-Haus in Berlin und seine Pläne für die Zeitung vor: Ohne Printausgabe "würde die taz rund 1,8 Millionen Euro Druckkosten, 3,5 Millionen Euro für […] baden-württembergischen Crailsheim, wo die Südwest Presse gegen die Stadt klagte, weil diese eine Wochenzeitung herausbringt. Der Prozess ging schon durch mehrere Instanzen, berichtet Christian Rath in der taz. Und die Zeitung wird gewinnen: "Der Bundesgerichtshof gab zu erkennen, dass er wohl eher der Südwest Presse folgen wird - wie schon die Vorinstanzen Landgericht Ellwangen und Oberlandesgericht Stuttgart […]
9punkt 13.08.2018 […] Ruch wird zwar nächstes Jahr in Rente gehen, bereitet aber ein "Szenario 2022" vor, nach dem die taz nicht mehr als Printprodukt exisiteren würde: "Unser Szenario 2022 zeigt, dass mit den Umsätzen der täglich gedruckten taz auch erhebliche Kosten für Druck und Vertrieb wegfallen." (Hier der Link zum taz-Mitgliederinfo 28 als pdf-Dokument). […] gerade bei kleinen Mädchen und an Schulen, gerät so unter Rassismusverdacht. 'Islamophobie', Rassismus, alles eins." Die taz bereitet den Ausstieg aus der Printausgabe vor, berichtet Jens Twiehaus von turi2 und zitiert aus einem Schreiben des noch amtierenden Geschäftsführers der taz, Karl-Heinz Ruch, an die Genossenschafter: "Die Verlage registrieren es an den Rückläufen vom Kiosk, die aus dem Zeitu […]
9punkt 27.02.2018 […] Warum überlassen linke Medien wie die taz heute so bereitwillig den Rechten die Verteidigung der "kleinen Leute", fragt sich Guillaume Paoli im Freitag. Im Blick hat er dabei einen Werbespot der taz, der einen "überheblichen Blick auf unterprivilegierte Schichten, die als physisch hässlich und mental gehässig karikiert werden" wirft. Und auch die Verteufelung des Internets stößt ihm sauer auf: "Es […] entbehrt nicht der Ironie, dass die taz gerade das 40. Jubiläum des 'Tunix-Kongresses' feierte, auf dem ihre Gründung auf den Weg gebracht wurde. Damals ging es ja darum, gegen die Verblendung durch Mainstreammedien ('Bild lügt!') eine 'Gegenöffentlichkeit' zu kreieren, Machtlosen eine Stimme zu geben. Wie sich die Zeiten ändern: Im Spot geriert sich jetzt die taz als 'Gegenstimme' zum Internet, sprich […]
9punkt 24.05.2017 […] Die taz bringt pünktlich zum fünfzigsten Todestag Benno Ohnesorgs eine riesige Beilage zum Thema "Gegenöffentlichkeit" - ein Begriff, der heute nicht unproblematisch ist, so Jan Feddersen im Editorial. Nicht nur, weil Rechtspopulisten ihn für sich beanspruchen - auch bei der sich selbst als "links" betrachtenden Fraktion: "Schon am Beispiel Wikileaks lässt sich heute plausibel machen, dass ein Mann […] Weltkrieg jene Garanten der demokratisch vor sich hin deliberierenden Öffentlichkeit, die Habermas idealisierte. Zeitungen waren über Jahrzehnte hinweg vor allem Partei- und Propagandainstrumente." Und taz-Gschäftsführer Kalle Ruch denkt über die kaum mehr zu übersehende Asymmetrie zwischen automatisch finanzierten Öffentlich-Rechtlichen und leidenden Informationsmedien im privaten Sektor nach: "Beide […] Jahren. Micha Sontheimer schreibt über die unselige Rolle der Springer-Presse in der Zeit. Annabelle Seubert besucht den Ort, an dem Benno Ohnesorg starb. Andere Artikel memorieren die Gründung der taz (hier) und die Rolle von Tschernobyl für die Zeitung (hier). Weitere Themen: Ausgelöst durch den kürzlich veröffentlichten Antisemitismus-Bericht des Deutschen Bundestags machen sich  Inna Hartwich […]
9punkt 10.07.2015 […] Der künftige Chefredakteur der taz und Nachfolger von Ines Pohl heißt Georg Löwisch, meldet Christian Meier in der Welt. Löwisch hatte Ende der neunziger Jahre bei der taz volontiert, bevor er als Textchef zum Debattenmagazin Cicero ging - was ihn zum idealen Kandidaten macht: "In der Regel sind ideale Chefredakteure solche, die eine Redaktion gut kennen, in der Zwischenzeit aber auch Abstand gewonnen […] gewonnen haben, um mit einem Blick von außen ans Werk gegen zu können. Doch er muss seine Kollegen mitnehmen. Die Redaktion der taz hat ein Statut und entsprechende Mitbestimmungsrechte. Entscheidungen können Chefredakteure oft nicht einfach über die Köpfe der Mitarbeiter hinweg treffen. Das macht den Job zuweilen nicht einfach." […]
9punkt 04.07.2015 […] Große Veränderungen haben sich am gestrigen Freitag bei der taz zugetragen: Nach sechs Jahren erklärte die Chefredakteurin Ines Pohl ihren Rücktritt, sie wird künftig für die Deutsche Welle aus Washington berichten. Ihre Kolleginnen und Kollegen verabschieden sich in der heutigen taz: "In der taz, muss man dazu wissen, bedarf es einer gewissen Leidensfähigkeit im Zwischenmenschlichen." Vielleicht ein […] ein Trost: wie die Berliner Zeitung meldet, hat die taz seit gestern ihr eigenes Bier. […]
9punkt 09.03.2015 […] Die taz braucht ein neues Geschäftsmodell. Geschäftsführer Kalle Ruch überlegt, wie man Journalismus gemeinnützig machen kann, und präsentiert eine Kampagne für die Abo-Spende von 5 Euro im Monat, damit die taz im Netz kostenlos bleiben kann: "Warum sollen es nicht zwanzigtausend statt zweitausend werden, die mit ihrem Beitrag den unabhängigen Journalismus der taz auch im Internet unterstützen. Weil […] nicht die Robben, die für Greenpeace spenden." SZ-Chefredaktuer Stefan Plöchinger ist schon mal dabei: "Vielfalt kostet. Übrigens deutlich weniger als ein täglicher Coffee to go - selbst wenn man taz und SZ zusammen abonniert, und das nicht nur zu Münchner Preisen." Nicht nur die Bild-Zeitung beherrscht den Kampagnenjournalismus, meint Medienforscher Stephan Russ-Mohl im Tagespiegel: "Neben diesen […]
9punkt 24.02.2015 […] einzurichten. Während er daran arbeitet, beobachten mehrere Mitarbeiter, wie ein taz-Angestellter seine Zeitung über die Rückseite des betroffenen Rechners hält und den Keylogger entnimmt. Er habe nur einen USB-Stick herausgezogen, sagt der Erwischte laut Augen- und Ohrenzeugen. Der EDV-Mitarbeiter nimmt ihm den Stick ab." Die taz hat Strafanzeige gegen den Verdächtigen Sebastian Heiser getellt. turi2 setzt […] (Hier liegt eine erstaunliche intellektuelle Entwicklung vor: Einst rief Geyer noch alle Zeitungen außer seiner zur Veröffentlichung der Karikaturen auf, mehr hier.) Recht dramatisch dokumentiert die taz die Entdeckung des Keyloggers, mit der sie von einem Mitarbeiter ausspioniert wurde: "Am späten Vormittag versucht sich die Praktikantin am betroffenen Rechner einzuloggen. Wieder ein Problem. Allerdings […]