Stichwort

Twitter

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9punkt 29.05.2020 […] Nachdem Trumps Tweet zur Briefwahl von Twitter mit einem Fact-Checking-Hinweis versehen wurde (unsere Resümees), droht dieser nun die Tech-Konzerne zu regulieren, schreibt Simon Hurtz in der SZ: "US-Medienberichten zufolge bereitet der US-Präsident ein Dekret vor: Die Social-Media-Unternehmen sollen damit ein rechtliches Privileg verlieren. Bislang können sie für Inhalte, die Nutzer auf ihren Plattformen […] von Verfahren mit sich bringen. Die Drohung der harten Regulierung lässt sich wohl nicht so schnell und einfach umsetzen, wie Trump sich das vorstellt. Trotzdem dürften viele hochrangige Manager bei Twitter und Facebook gerade diskutieren, wie sie damit umgehen sollen." Trump verstößt mit seinem "Unsinn" gegen kein Gesetz, kommentiert Malte Lehming im Tagesspiegel: "Zwei Freiheitsrechte liegen miteinander […] Vision einer auf reinen Fakten basierenden Debattenkultur ist nicht nur illusionär, sondern auch totalitär. (…) An dieser Stelle kommt ein zweites Recht ins Spiel: das der unternehmerischen Freiheit. Twitter, Facebook und Co sind private Unternehmen, die keiner staatlichen Aufsicht unterliegen. Sie können sich ihre eigenen Regeln geben, nach eigenen Kriterien entscheiden, was bei ihnen veröffentlicht werden […]
9punkt 28.05.2020 […] Twitter hat Leser von Trump-Tweets neulich unter Tweets mit falschen Behauptungen zu Briefwahlen zu Factchecking aufgerufen. Trump ist wütend. Aber Charlie Warzel glaubt in der New York Times nicht, dass Twitter Trump die Plattform entziehen sollte:  "Sollte Twitter die nukleare Option ziehen, würde es eine so heftige Zensurdebatte auslösen, dass das Thema im Kongress oder vor Gericht landen würde […] würde das Unternehmen auch in die Rolle versetzen, in der es sich am unbehaglichsten fühlt: die des Schiedsrichters über die Wahrheit." In der Welt lobt Christian Meier indes zaghaft den Vorstoß von Twitter: "Wer sich dann selber einen Teil seiner Reichweite wegschneidet, weil er tatsächlich konsequent Falschinformationen ausblendet oder löscht, auch solche, die durch die Meinungsfreiheit gedeckt sind […] lassen, weil der Laden dann brummt, oder den Laden sauber zuhalten, weil das die anderen Leute gut finden? Bisher war immer die erste die von den Firmen gewählte Variante." Ein kleiner Anfang von Twitter ist gemacht, kommentiert auch Lisa Hegemann auf Zeit Online. […]
Magazinrundschau 25.05.2020 […] dann an, dass man Veränderungen in der Firmenleitung erwarte, damit Twitter mehr Geld mache. Dorsey und sein Umfeld nahmen das zunächst nicht ernst: Ohne ihn wäre Twitter schnell man Ende, glaubte man. "Doch für manche ist das eine altmodische Ansicht, ein Aberglaube aus dem Silicon Valley. In den Augen von Elliott scheitert Twitter gerade weil Dorsey dort ist. Angeführt wurde der Antrag, ihn rausz […] seltsame Gesundheitsrituale. Er ist außerdem Mitbegründer von Twitter. Einer dieser Typen also, die mächtiger sind als Präsidenten und alle Zeitungen dieser Welt. Aber auch dieses Leben ist nicht ungetrübt, Dorsey ist jetzt ein richtig großer Hai auf den Fersen, erzählt Nick Bilton: Jesse Cohn vom Hedge Fund Elliot Managment. Der erwarb Twitter-Anteile im Wert von einer Milliarde Dollar und kündigte dann […]
Efeu 20.01.2020 […] greift Gerrit Bartels die Debatte um den Twitter-Hashtag #vorschauenzählen (bei dem es um die Sichtbarmachung des Geschlechterverhältnisses in den Verlagsvorschauen geht) in der Literarischen Welt (unser Resümee) und in Folge auf 54books.de auf. Die im letzteren Beitrag von Johannes Franzen konstatierte Frontstellung zwischen literarischem Feuilleton und Twitter kann Bartels nicht ganz nachvollziehen: […] eine Jugendautorin, die sich von einer unglücklichen, aber lapidaren Formulierung einer studentischen Kritikerin auf den Schlips getreten fühlte, diese vor ihrer sechsstelligen Followerschaft auf Twitter an den Pranger stellte, was dazu führte, dass sich weitere Autorinnen mit beachtlicher Reichweite ebenfalls auf diese Studentin stürzten, die sich unter dem Druck komplett aus dem Netz zurückzog. Dass […]
9punkt 27.08.2019 […] dürften. Umso wichtiger ist deshalb die Frage, wie alternative Empfehlungsmechanismen gestaltet werden könnten, egal ob man diese dann als 'demokratische Algorithmen' bezeichnen möchte oder nicht." Twitters vielfach herbeigewünschte "Richtlinie zur Integrität von Wahlen" hat ein kleines Problem: Sie versteht Satire nicht. Opfer des stumpfsinnigen Algorithmus wurde auch der Schriftsteller Tom Hillenbrand […] ihre Stimme verkaufen, Grünen-Wähler mit ihrer Häkelgruppe über ihre Wahlabsichten reden und so weiter. Ein Klischee pro Partei, mittelmäßig originell, ganz bewusst mit Holzhammer-Ironie. Ich wollte Twitter testen." Nun, das ist ja gelungen. Vielleicht würde ein subtilerer Humor weiter tragen? […]
9punkt 20.08.2019 […] Soziale Netze wie Youtube, Twitter oder Facebook werden immer mehr zu politische Zensurinstanzen. Erste Opfer der Abschaltung von Werbemöglichkeiten auf Youtube sind Rechtsextremisten wie Milo Yiannopoulos oder Antisemiten wie Louis Farrakhan, schreibt Niall Ferguson in der NZZ (die seine Kolumne aus der online nicht zugänglichen Sunday Times übernimmt). "Die Leute, die ich bisher genannt habe, dürften […] Dabei geht es nicht darum, wer zensiert oder um Geld gebracht wird. Es geht darum, dass so große und allgegenwärtige Firmen wie Google und Facebook nicht über diese Art von Macht verfügen sollten." Twitter gibt in seinem Unternehmensblog bekannt, dass es Hunderte von Konten aus Festlandchina sperrt: "Alles in allem versuchten diese Konten willentlich und gezielt, politische Zwietracht in Hongkong zu […] Veränderung unserer Anzeigenpolitik gegenüber Staatsmedien bekannt. Künftig werden wir keine Werbung von staaatlich kontrollierten Medien mehr akzeptieren. Alle betroffenen Konten können weiterhin Twitter für das öffentliche Gerpäch nutzen - aber nicht unsere Werbeprodukte. Dies ist ein globaler Beschluss und betritt unsere gesamte Geschäftstätigkeit." […]
9punkt 17.05.2019 […] Bei Twitter sind im Vorfeld der Europawahlen immer mal wieder Kontos gesperrt worden, etwa das der Jüdischen Allgemeinen, die einen völlig harmosen Tweet über die AfD abgesetzt hatte. Im Bundestag wurde jetzt in nicht öffentlicher Sitzung Nina Morschhäuser von Twitter befragt. Die Sozialen Netze sperrten jetzt gern mal, um Gesetzen zuvorzukommen, berichtet taz-Redakteur Frederik Schindler, der mit […] mit einigen Abgeordneten über die Sitzung sprechen konnte: "Twitter habe während der Sitzung erklärt, dass für die Sperrungen nicht fehlerhafte Algorithmen verantwortlich sind, sondern Irrtümer von Mitarbeitern. Die Teams seien nachgeschult worden. Grundsätzlich hätten die Löschteams 'so viel Zeit, wie sie brauchen', um eine Entscheidung zu treffen. Von den Facebook-Löschzentren ist bekannt, dass dort […] Sekunden getroffen werden. Zudem habe Morschhäuser verteidigt, dass satirische Tweets über Wahlen gelöscht werden, wie etwa die Aufforderung an AfD-Wähler, den Stimmzettel zu unterschreiben. Da weder Twitter noch die Nutzer feststellen könnten, ob eine satirische Äußerung verstanden wird, würde diese verboten werden." Eike Kühl (Zeit Online) erfährt in der Sitzung zudem, dass die Deutschen "überproportional […]
9punkt 14.01.2019 […] Im Gespräch mit Friederike Haupt und Frank Pergande von der FAS begründet der Grünen-Politiker Robert Habeck, warum er Twitter verlässt und doch lieber in Talkshows geht:"Es gibt aber auch einen fundamentalen Unterschied zu Twitter: Die Talkshows sind moderiert. Sie funktionieren nur deshalb einigermaßen, weil da Frau Illner oder Frau Will sitzt und sagt: Jetzt ist aber die oder der mal dran! Große […] Große Zeitungen, der öffentlich-rechtliche Rundfunk funktionieren, weil da Journalisten sitzen, die gezielt nachfragen, moderieren, Aussagen überprüfen, Fakten checken. Bei Twitter ist das eben nicht der Fall." […]
9punkt 08.01.2019 […] Grünen-Politiker verkündet, Twitter zu verlassen, und die Medien machen es zum Aufmacher (etwa hier die taz). Dass Robert Habeck Probleme mit den Kommunikationsformen bei Twitter hat, wo er sich verplapperte, mag Anna Veronika Wendland bei den Salonkolumnisten noch hinnehmen: "Dann aber ergänzt Habeck: Der Kommunikationsmodus in den Netzwerken, insbesondere bei Twitter, habe ihn 'desorientiert' und […] Habecks Rückzug steckt "steht keine echte Einsicht", glaubt Markus Decker in der Berliner Zeitung, sondern eher Beleidigtsein, dass das Selbstbild angekratzt ist: "Abgesehen davon, dass die Kritik an Twitter ihre Berechtigung hat, drängt sich deshalb vor allem ein Eindruck auf: In der Größe seiner Demut will sich Habeck von niemandem übertreffen lassen. Tatsächlich demütig wäre gewesen, zu sagen, ich bin […] man seit Jahrzehnten aus dem Umgang mit dem Web kennt: Das Neue und Fremde wird zum Problem erklärt statt der Frage nachzugehen, woher die Menschen (und vielleicht auch Bots) eigentlich kommen, die Twitter für Robert Habeck zu so einem schlimmen Ort machen." In der SZ graut es Adrian Lobe vor der Vorstellung, Verkehrsführung, Staus und Baustellen könnten mit Datenanalysen besser verwaltet werden: für […]
9punkt 04.12.2018 […] beschreibt sie, wie Dalits - einst als "Unberhührbare" bezeichnet - zuerst auf Twitter als Instrument der Meinungsfreiheit setzten, bis sie feststellten, dass sie auch dort zu Opfern von entfesselten Hasskampagnen indischer Kasten werden: "Angesichts des Ausmaßes der kastenbasierten Aggression und Belästigung auf Twitter ist Blindheit  des sozialen Netzes gegenüber Kasten in Indien alarmierend. Die […] Meinungsäußerung zu fördern, sondern auch die Meinungsfreiheit und Sicherheit ihrer schwächsten Nutzer zu gewährleisten. Koordinierte Angriffe auf verletzliche Stimmen schließen diese aus und machen Twitter zu einem weiteren Instrument der Verfolgung." Tiwtter hat bisher acht Millionen Nutzer in Indien und gilt als der am stärksten wachsende Markt. […]
9punkt 31.10.2018 […] einer Online-Plattform namens Gab. Aber der Briefbombenleger Cesar Sayoc benutzte Twitter. Sein Konto war nicht deaktiviert worden, obwohl es vor seinen Taten Beschwerden über ihn gab, schreibt Kara Swisher in der New York Times: "Lassen Sie es mich noch einmal sagen: Social Media Plattformen - und Facebook und Twitter sind genauso schuldig wie Gab - sind so konzipiert, dass das Schreckliche doppelt […] seit April dieses Jahres von Hasstiraden zu Bedrohungen einzelner Personen übergegangen war. "Die Bedrohungen und die offensichtliche Untätigkeit von Twitter werfen neue Fragen zu Social Media und Radikalisierung auf. Social Media Plattformen wie Twitter sind 'Radikalisierungsmaschinen', sagte Jonathon Morgan, der CEO von New Knowledge, zu CNN. Morgans Firma verfolgt Desinformation im Internet und befasst […] befasst sich seit Jahren mit Online-Radikalisierung. Auf der Seite findet sich auch ein Video-Interview mit der Journalistin Rochelle Richie, die Twitter schon vor einiger Zeit auf Sayoc aufmerksam gemacht hatte. […]