Stichwort

Wolhynien

7 Presseschau-Absätze
9punkt 09.07.2016 […] und wieder begegnet: Es sind schöne, aber ein wenig zerschlagene Tiere, ihr Fell ist matt und struppig." In der FR berichtet Christian Esch, wie sich Polen und die Ukraine über die Massaker von Wolhynien versöhnen, bei denen ukrainische Nationalisten 1943 in Galizien über hundert polnische Dörfer angegeriffen hatten: "Die UPA handelte aus kaltem Kalkül: Das Ende des Krieges war absehbar, nun galt […] sicherzustellen, dass das Gebiet nicht an Polen fallen würde, so wie es nach dem Ersten Weltkrieg geschehen war. Allein am 11. und 12. Juli 1943 griff die UPA 167 Dörfer an. Nach den Massakern in Wolhynien wurden 1944 weitere Zehntausende Polen in Ostgalizien erschlagen. Die polnische Heimatarmee ermordete ihrerseits bei Racheaktionen Ukrainer, wenn auch deutlich weniger." In der FAZ schreibt dazu Gerhard […]
Magazinrundschau 12.07.2008 […] 65 Jahren nach den Massakern von Wolhynien ist die Wunde zwischen Ukrainern und Polen noch längst nicht verheilt. Zur Vorgeschichte: Polen hatte nach dem Ende des Ersten Weltkriegs im Friedensvertrag von Riga mit der Sowjetunion eine neue Ostgrenze ausgehandelt. Dabei wurden dem polnischen Staat auch Gebiete einverleibt, die mehrheitlich von Ukrainern bewohnt waren, deren Unabhängigkeitsbestrebungen […] en die Polen unterdrückten. Als die Deutschen Mitte 1941 auch Ostpolen besetzten, gab es von 1943-44 entsetzliche Massaker - vor allem in Wolhynien - von ukrainischen Nationalisten an der polnischen Zivilbevölkerung mit bis zu 50.000 Toten. Auch die Vergeltungsaktionen der polnischen Heimatarmee forderten tausende von Opfern. (Mehr hier und hier) Das ist bis heute nicht vergessen. Der Lemberger Historiker […] Historiker Taras Wozniak sagt dazu: "Die ukrainischen Eliten haben die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte ernst genommen". In Polen dagegen habe "die Erinnerung an die Ereignisse in Wolhynien die Gestalt eines bestimmten Rituals: Man vergisst den historischen Kontext, die damalige Realität, man sucht nicht nach Ursachen, will nicht verstehen. Es bleibt nur das ukrainische Verbrechen." Und: […]