Tomas Schmit gehörte zu den Pionieren der Fluxus-Bewegung der frühen sechziger Jahre. Er katalogisierte selbst seine Arbeiten in Werkverzeichnissen, die er schlicht "katalog 1", "katalog 2", "katalog 3", und "katalog 4" nannte, sämtliche auf Schreibmaschine getippt, konsequent mit Kleinbuchstaben ("alles klein schreiben ist wie alle duzen") und chronologisch, jeweils im Abstand von circa zehn Jahren erschienen.
Nach seinem Tod in Berlin 2006 wurde das tomas-schmit-archiv von Barbara Wien in Zusammenarbeit mit der Kunsthistorikerin Wilma Lukatsch ("Dreizehn Montagsgespräche", 2008) gegründet, in dem ein Großteil seiner Arbeiten von 1962-2016 auch online zugänglich gemacht worden sind.
tomas schmit, "une loupe" 1980, aus der serie siebenundsiebzig "bratkartoffeln" 1980, Zeichnung 29,7 x 21 cm, Blei- und Farbstift. Courtesy Sammlung Ricarda Fischer, Berlin In seiner Arbeitsmethode war Tomas Schmit konsequent: "was man mit einer plastik bewältigen kann, braucht man nicht als gebäude zu errichten; was man mit einem bild bringen kann, braucht man nicht als plastik zu machen; was man mit ner zeichnung erledigen kann, braucht man nicht als bild zu bringen; was man auf nem zettel klären kann braucht keine zeichnung zu werden; und was man im kopf abwickeln kann, braucht nicht mal einen zettel!"
Seine Arbeiten, die er "Blätter" nannte, kombinieren Zeichnungen mit kurzen Texten, Kommentaren, Reflexionen. Es sind sogenannte action pieces dabei, wie die "komposition für einundzwanziguhrdrei" (1965), Zeichnungen, die sich vornehmen, analytisch oder diagrammatisch vorzugehen ("the a of b, 'this is a comprehensive analysis of that'"), oder Arbeiten, die wie jene in seiner 1989 erschienenen Publikation "erster entwurf (einer zentralen ästhetik)", die eine Einführung in die Gehirnforschung liefern, über Wahrnehmung und Erwartungen reflektieren, und vor allem über Logik und Sprache - stets auf kluge, humorvolle Weise und völlig unprätentiös.
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