Mit einem Text von Klaus-Jürgen Sembach. Mit 90 Farb- und Duotone-Tafeln. Die Hommage zum 20. Todestag von Romy Schneider versucht, jenem Zauber, der sie umgab, in Bildern - Filmstils, Porträts und Schnappschüssen - nachzuspüren und die Momente ihrer beruflichen und privaten Metamorphose vom "süßen Mädel" zur schönen, selbstbewussten Frau, zur gefeierten Schauspielerin und zum Weltstar festzuhalten. "Ich wollte leben und ich wollte gleichzeitig Filme machen. Aus diesem Widerspruch habe ich nie herausfinden können", sagte sie ein Jahr vor ihrem Tod. Am 29. Mai 1982 starb Romy Schneider in Paris. Sie war 43 Jahre alt, hatte 58 abendfüllende Spielfilme gedreht und in ihrer fast 30-jährigen Karriere zuerst das Deutschland der Nachkriegszeit, dann Frankreich, ihre Wahlheimat seit 1959, und schließlich die Welt erobert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.05.2002
Man wird nicht müde, immer und immer wieder im Gesicht dieser Schauspielerin zu lesen, beteuert der "sei" zeichnende Rezensent, der nach Hinweisen forscht, die ihm die Diskrepanz zwischen den beruflichen Erfolgen von Schneider und ihrem Hang zum Unglück im privaten Bereich erklären könnten. Der Bildband "Adieu Romy" scheint dazu hinreichend Gelegenheit zu geben. Er enthält Standbilder aus Romy Schneiders Filmen, Schnappschüsse, Familienfotos und "überwältigende" Studioporträts, berichtet der Rezensent. Am besten gefällt ihm ein Foto von Sam Levin aus dem Jahr 1959, da es Romy Schneiders Abnabelung von der österreichischen Sissi zur gereiften Französin veranschauliche. Und was Romys Geheimnis angeht, zitiert der Rezensent eine mögliche Antwort in dem kurzen Essay von Klaus-Jürgen Sembach, der die Bildauswahl begleitet: "Die einzige Bindung, die im Leben von Romy Schneider Bestand hatte, war die zur Kamera."
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…