Agnes Bresselau von Bressendorf (Hg.)

Über Grenzen

Migration und Flucht in globaler Perspektive seit 1945
Cover: Über Grenzen
Vandenhoeck und Ruprecht Verlag, Göttingen 2019
ISBN 9783525310793
Gebunden, 418 Seiten, 60,00 EUR

Klappentext

Globale Migrations- und Fluchtbewegungen prägen gegenwärtig politische, gesellschaftliche und wissenschaftliche Debatten. Bildete Europa am Ende des Zweiten Weltkriegs eine der größten flüchtlingsgenerierenden Regionen, steht es heute vor allem als Ziel weltweiter Migration im Fokus. Der Sammelband bietet auf aktuellem Forschungsstand ein breites Panorama an zeithistorischen, politik- und sozialwissenschaftlichen Beiträgen. Sie diskutieren kontroverse Begriffe wie "Arbeits- und Wirtschaftsmigration", "Zwangsmigration" und "politische Flucht", analysieren Netzwerke, Infrastrukturen und Akteure verschiedener Migrationsregime und fragen nach Konzepten und Praktiken politischer Steuerung. Mit Fallbeispielen zu Europa, Nord-, Mittel- und Südamerika, zu Afrika, Asien und dem Nahen Osten vom Zweiten Weltkrieg bis in die Gegenwart leistet der Band einen fundierten und facettenreichen Beitrag zu einem hochaktuellen Forschungsfeld.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.02.2020

Matthias Beer empfiehlt den von Agnes Bresselau von Bressendorf herausgegebenen Band mit Beiträgen aus der Migrationsforschung. Dass der Band auf eine bereits 2016 abgehaltene Tagung des Münchener Instituts für Zeitgeschichte zurückgeht, stört Beer nicht. Tagesaktuelle Debatten zum Thema Migration scheinen ihm von den Autoren zur Genüge aufgegriffen und vertieft zu werden. Der weite zeitliche wie geografische Rahmen der Publikation scheint Beer besonders bemerkenswert. Die Erkenntnis, dass Migration beileibe kein neues Phänomen ist, erlangen die Beiträge seiner Meinung nach mit interdisziplinärer, globaler Perspektive. Die großteils aus bereits bestehenden Studien schöpfenden Texte ergeben für den Rezensenten eine überzeugende Bestandsaufnahme.
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