Herausgegeben im Auftrag des Auswärtigen Amts vom Institut für Zeitgeschichte. Bearbeitet vpon Michael Ploetz, Mechthild Lindemann und Christoph Johannes Franzen. 1985 war ein Jahr der Vergangenheitspolitik: Während die Rede des Bundespräsidenten von Weizsäcker zum 40. Jahrestag des Kriegsendes international gewürdigt wurde, sorgte die Gefallenenehrung durch Bundeskanzler Kohl und Präsident Reagan in Bitburg vor allem in den USA für Empörung. Mit dem Amtsantritt Gorbatschows setzte eine Dynamisierung der amerikanisch-sowjetischen Beziehungen ein, die in einem Gipfeltreffen im November ihren Ausdruck fand.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.09.2017
Frank Bösch empfiehlt spannende Lektüre mit den beiden Bänden zur Auswärtigen Politik der BRD 1985/86. Die im Auftrag des Auswärtigen Amts vom Institut für Zeitgeschichte herausgegebenen und von Michael Ploetz, Mechthild Lindemann und Christoph Johannes Franzen bzw. von Daniela Taschler und Matthias Peter bearbeiteten Akten zeigen ihm, wie sehr sich die Spitzenpolitiker damals noch mit Problemen der 70er beschäftigten, wie Nachrüstung und EG-Themen. Die neue Ordnung Europas scheint laut Rezensent in den Dokumenten zwar schon auf, die Politik befand sich jedoch noch im Modus des Kalten Krieges, stellt Bösch fest. Das Fehlen von Einleitungen erschwert dem Rezensenten die Lektüre zwar, Fußnoten und die künftige Online-Verfügbarkeit der Edition aber erleichtern den Einstieg in die Dokumentation, meint Bösch.
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