Aus dem Spanischen von André Höchemer. Alberto Breccia ist einer der wichtigsten Künstler in der Geschichte der Comics mit einem kaum zu ermessenden Einfluss auf
die Zeichnergeneration der 70er und 80er Jahre. Seine Lovecraft-Adaptionen wirken, als kämen sie selbst aus einer anderen
Dimension. Was Breccia mit Strukturen, Collagen und expressivem Strich aufs Papier bannt, ist auch 50 Jahre nach seiner
Entstehung überraschend.
Zeitlos findet Rezensent Ralph Trommer die erstmals in einem Band auf Deutsch erscheinenden Lovecraft-Adaptionen Alberto Breccias. Für ihn ist es Breccia am besten von allen Comic-Zeichnern gelungen, Lovecrafts Horror abzubilden. Eine gute Gelegenheit, meint er, den Zeichner und seine experimentelle Verfremdungstechnik - verschattete Blickwinkel, ausschnitthaftes Erzählen und Collagen - wiederzuentdecken. Alles wirkt dennoch wie aus einem Guss, versichert Trommer. Die von Norberto Buscaglia entworfenen Szenarien zu den Texten scheinen ihm aufs Wesentliche konzentriert, verweisen durch ihren starken Anteil am Ganzen aber dennoch auf die literarische Herkunft, so Trommer.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.07.2018
Was bei H.P. Lovecraft in Ketten von Adjektiven endet, im Unsagbaren, sieht Fritz Göttler beim argentinischen Comic-Künstler Alberto Breccia in Bilder gefasst: der bedrohliche Schwebezustand, der "Schauder der Jenseitigkeit". Wenn Lovecrafts kosmisches Erzählen sich selber zersetzt, wie Göttler vermutet, schafft Breccia mittels grober Collage-Technik entsprechende Eruptionen der Unförmigkeit von erschreckenden Dimensionen, erklärt der Rezensent. Die geheimen Impulse von Lovecrafts Erzählungen, etwa das Erschrecken vor der Technisierung der modernen Gesellschaft, werden so für Göttler sichtbar. Bei Breccia, meint er, kommen noch Erinnerungen an den Terror der argentinischen Militärjunta hinzu.
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