Mit Erich Honeckers Aufstieg zum Generalsekretär des Zentralkomitees der SED begann 1971 eine neue Phase in der DDR-Geschichte. Seine Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik , die den Bürgern die Erfolge und Errungenschaften des Sozialismus präsentieren sollte, prägte fortan den Alltag in der DDR und blieb bis zu ihrem Ende zentraler Bestandteil der SED-Politik. In keiner Stadt traten die Auswirkungen dieser Politik so stark in Erscheinung wie in der Hauptstadt der DDR, Ost-Berlin. Mit großer Anstrengung versuchte man durch umfangreiche Investitionen in Bereichen wie dem Wohnungsbau, dem Gesundheitswesen oder den Kinderkrippen die Zustimmung der Bürger zu erkaufen und gleichzeitig dem Rest der Welt eine strahlende Hauptstadt der DDR zu präsentieren. Die erhoffte Zustimmung der Bürger blieb jedoch aus: Trotz aller Bemühungen konnte die DDR dennoch nie den Charakter einer Diktatur abstreifen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.08.2013
Als gelungen bezeichnet Karl Wilhelm Fricke Alexander Burdumys Versuch, das Verhältnis von Repression und Sozialpolitik in der DDR der siebziger und achtziger Jahre zu erforschen. Nicht nur findet Fricke die Frage sinnvoll. Außer einigen Petitessen gefällt ihm Burdumys mit umfangreichem Archivmaterial arbeitende Studie als auf empirischen und statistischen Daten aus Familien, Renten- und Gesundheitspolitik basierender Nachweis eines uneingeschränkten Zusammenspiels ausgezeichnet. Nicht zuletzt präsentiere der Autor ein realistisches Bild der Honecker-Ära, schreibt Fricke.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…