Herausgegeben von Alexis Hyman Wolff, Achim Lengerer und Yves Mettler. Mit zahlreichen Abbildungen. Nördlich des Berliner Hauptbahnhofs wächst seit 2012 ein neuer Stadtteil mit mehreren Hunderttausend Quadratmetern Bürofläche und 3.000 Wohnungen: die Europacity. Das riesige städtebauliche Projekt auf ehemaligem Bahngelände wird von privaten Immobilienunternehmen in enger Partnerschaft mit dem Berliner Senat realisiert. Die Europacity steht für eine Neoliberalisierung der Stadt, die vorhandene nachbarschaftliche Strukturen zerstört sowie Ausschluss und Verdrängung produziert. Das Heft erzählt die Entstehungsgeschichte der Europacity, die bis kurz vor ihrer Fertigstellung so gut wie keine öffentliche Auseinandersetzung hervorgerufen hat. Eine Stimmencollage dokumentiert die Sicht auf die Europacity aus der Perspektive der angrenzenden Stadtviertel. Im Textbeitrag der Politologin Teresa Pullano geht es um die Zusammenhänge zwischen einem historisch-kulturellen Europabild und Formen des ökonomischen und politischen Kapitals, so wie sie sich in der Europacity zeigen. Die Recherchen und Erfahrungsberichte wurden im Rahmen des künstlerischen Projekts "Am Rand von EuropaCity" (2018/19) erarbeitet, das durch Prozesse des 'kollektiven Zuhörens' Anwohner*innen, Künstler*innen und Theoretiker*innen miteinander ins Gespräch brachte.
Was bedeutet das eigentlich, wenn ein Neubaugebiet zu einer "Europa City" werden soll? Dieser Frage gehen diverse Künstler*innen in einer neuen Publikation zur Berliner Stadtgeschichte und -entwicklung nach. Es geht dabei um Architektur, aber auch um soziologische und soziale Gesichtspunkte dieses neuen Viertels auf dem Gelände des früheren Lehrter Bahnhofs. Dem Rezensenten Michael Freerix gefällt dabei, wie die Kunstschaffenden ihre Befürchtungen für die Entwicklung der "Europa City" äußern und wünscht sich eine Gegenbewegung zur Gentrifizierung.
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