Seit den Terroranschlägen in New York ist Angst eine treibende Kraft in der Weltpoltik geworden. Die Regierungen verschiedener Staaten nutzen gezielt die Furcht vor terroristischen Aktionen, um die Freiheitsrechte Einzelner zugunsten einer verschärften Sicherheitspoltik einzuschränken. Dabei werden Werte und Prinzipien missachtet, Menschen verschleppt und gefoltert. amnesty international deckt unermüdlich weltweit Menschenrechtsverletzungen auf und setzt sich mit urgent actions für die Freilassung politischer Gefangener, die Umwandlung von Todesurteilen und die Verhinderung von Folter ein.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.09.2008
Eine "deprimierende Chronik" nennt Wilfried von Bredow den Jahresbericht 2008 von Amnesty International. Neben einem allgemeinen Überblick über die Lage der Menschenrechte findet er darin Länderberichte von Afghanistan bis Zypern. Bredow hebt hervor, dass auch Staaten, die die Menschenrechte eigentlich hochhalten, bisweilen eine wenig erfreuliche Teilbilanz aufweisen. Er erinnert in diesem Zusammenhang an die Aufweichung des Folterverbots in Amerika. Bei undemokratischen Staaten fallen die Bilanzen in seinen Augen geradezu "katastrophal" aus. Wie er berichtet, komme Deutschland einigermaßen gut weg. Kritik werde hier an der Praxis der Gefangenenüberstellungen in andere Länder sowie an der Asylpolitik geübt.
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