Eine Frau aus Kroatien kommt nach Wien, um Deutsch zu lernen. Sie verliebt sich in ihren Lehrer. Sie erzählen sich Geschichten, verträumte Märchen, mit denen sie ihr Inneres zu ergründen suchen. Sie gehen durch den Prater, zum Donaukanal, über den Naschmarkt, versuchen sich und dem Leben näher zu kommen ?
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 16.07.2002
Dorothea Trottenberg kann sich für Ana Bilics ersten auf Deutsch geschriebenen Roman nicht wirklich erwärmen. Die in Wien lebende Kroatin Bilic erzählt eine "hübsche, aber überraschungsarme Liebesgeschichte", kritisiert Trottenberg. Vor allem vermisst die Rezensentin den "behutsamen lektorierenden Eingriff". Reizvoll an Bilics verfremdetem Deutsch findet die Rezensentin Metaphorik und Syntax, nicht aber Stilblüten, Fehler und falsch gebrauchten Konjunktiv. Darüber hinaus versteht Trottenberg nicht, dass die Ich-Erzählerin des Roman ihre jugendliche Unbedarftheit trotz einer Distanz von neun Jahren so "unreflektiert und humorlos" konserviert hat. "War ich so naiv? Nein", zitiert sie aus dem Roman.
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