2018 wurde der Populist Jair Bolsonaro zum Staatsoberhaupt des größten Landes von Südamerika gewählt. Der frühere Offizier versprach den Brasilianern einen radikalen Neuanfang, die Beseitigung von Korruption und die Bekämpfung der Gewalt. Doch auf Besserung wartet die Bevölkerung bis heute vergeblich. Die soziale Lage verschärft sich weiter, in Amazonien treibt der Präsident den Raubbau an der Natur brachial voran, und rücksichtslos geht er gegen Linke, ethnische Minderheiten und politische Gegner vor. In der Corona-Krise spielte er die Gefahr herunter und verhinderte rechtzeitige Schutzmaßnahmen, um die Wirtschaft nicht zu belasten. Wer ist dieser Mann, wo kommt er her, und wie konnten seine Parolen bei den Bürgern verfangen?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.10.2020
Rezensent Tim Niendorf hat dieses Porträt des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro offenbar mit Gewinn gelesen. Detaillert erzählt er nach, was der frühere Brasilien-Korrespondet Andreas Nöthen über den Aufstieg des Populisten Bolsonaro aus armen Verhältnissen zusammengetragen hat: Über dessen Militärlaufbahn und politische Karriere, aber auch über das dysfunktionale Parteiensystem des Landes und die großen Korruptionsskandale. Die Stärke des Buches sieht der Rezensent vor allem darin, dass es der Autor nicht beim Schaudern über Bolsonaro belässt, sondern die Umstände seines Aufstiegs mit in den Blick nimmt.
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