Dem hohen Mittelalter, einer Schlüsselepoche in der mehr als 2000-jährigen Geschichte der Stadt Paris, ist dieses Buch gewidmet. Wie Paris in dieser Zeit zur Hauptstadt Frankreichs aufgestiegen ist, wird quellennah und anschaulich, mit stringenten methodischen Zugängen und neuen Forschungsergebnissen dargelegt. Dieser spannungsreiche und komplexe Prozess trug wesentlich dazu bei, dass Paris zur größten Stadt Europas mit mehr als 200.000 Einwohnern im späten Mittelalter wurde. Gleichzeitig stieg die französische Monarchie noch im 13. Jahrhundert zur bedeutendsten des Kontinents auf. Paris und Frankreich sind bis heute von diesen mittelalterlichen Grundlagen geprägt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.07.2012
Wie und warum wurde Paris zur Hauptstadt Frankreichs? Dieser Frage gehe Andreas Sohn in seinem Buch "Von der Residenz zur Hauptstadt" nach, berichtet der Rezensent Erwin Seitz. Die handelnden Personen hätten zwar etwas bunter präsentiert werden können, meint Seitz, insgesamt sei die historische Entwicklung aber spannend zu verfolgen. Nachdem zuvor andere Städte als königliche Residenz gedient hatten - unter den Karolingern Metz, unter den Carpetingern Orléans - sei besonders der Konflikt mit dem Herzog der Normandie dafür verantwortlich, dass Paris in den politischen Mittelpunkt rückte, erfährt der Rezensent von Sohn. Der Herzog sei nämlich ganz nebenbei noch König von England gewesen und der habe sich der französischen Krone nicht beugen wollen. Unter König Ludwig dem VI., der von 1108 bis 1137 regierte, wurden nach und nach der Ritterstand und die Barone der Krondomäne entmachtet und das Land nutzbar gemacht, um die Auseinandersetzungen mit dem Herzog-König finanzieren zu können. Die gotische Baukunst, die in der Krondomäne entstand, die Universitäten und die wachsende Verwaltung, die notwendig geworden war, machten die Residenzstadt schließlich auch zur Kapitale, fasst der Rezensent die wichtigsten Faktoren zusammen.
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